Die zwei Wochen Vertretung im Job sind zu Ende. Gestern hatte ich frei. Meine Kollegin hat den Tag allein bestritten, nachdem ich am Donnerstag noch alle Produktion erledigt habe, die terminlich gestern weg sollte.

Wie oft nach intensiv stressigen Zeiten bin ich erst mal in psychisch ziemlich schräge Zustände gefallen, während ich gestern am neuen Blog gearbeitet habe, um endlich etwas ganz für mich zu tun. Ich freu mich schon drauf, irgendwann den Vorhang zu heben und wahrscheinlich warte ich nicht so lange damit, bis der allerletzte Speicherplatz auf diesem belegt ist, sondern wenn ich das Gefühl habe, dass es Zeit ist, das Alte hinter mir zu lassen und weiter zu gehen.

Zum Glück gibt es mindestens einen nahen vertrauten Menschen, der mich gut kennt und mir heute mit sinnvoller und einfühlsamer Kommunikation helfen konnte, nicht ausschließlich Ängste und schwarze Gedanken herum zu schieben.

Daraus hat sich ergeben, dass ich den ganzen Nachmittag mein Schlafzimmer völlig umgestellt habe, weil es zwar aus optisch harmonischer Sicht bisher ganz sinnvoll gestaltet war, aber wie das Bett stand, war mir so einfach nie richtig wohl. Direkt unterm Dachschrägenfenster fühlte es sich nicht so richtig kuschelig, sondern eher wie ein beständiger Kompromiss an.

Auch mein Eckschreibtisch stand in der hintersten Ecke in der Dachschräge, d.h. am Laptop sitzend duckte ich mich quasi in diese Ecke hinein.

Jetzt sieht zwar nicht unbedingt alles auf den ersten Blick harmonisch gestaltet aus, wenn man herein kommt, aber ich fühle mich jetzt so viel wohler. Vom Laptop aus kann ich ins Zimmer gucken und nach draußen und auf den Himmel sehen. Ich sitze offen und frei im Zimmer. Bin gespannt, wie ich schlafen werde an der neuen Stelle. Probeliegen fühlt sich jedenfalls gut an.

Das Umstellen hat richtig gut getan, obwohl ich noch nicht mal was zu Abend gegessen habe. Das wird jetzt nachgeholt. Mir ist nach wärmender Zwiebelsuppe.

Meine gesundheitlichen Beschwerden sind nach erster Besserung nach dem Zahnziehen wieder schlechter geworden, aber was soll schon herauskommen, wenn man erholungsbedürftig ist, statt dessen aber über seine Grenzen geht. Jetzt habe ich also erst mal drei Tage am Stück frei und vielleicht kann ich die gemachten Überstunden der letzten zwei Wochen in nächster Zeit – wenn der erste Arbeitsrückstau, der im Moment vorliegt, erst mal weg ist – immer mal wieder frei nehmen, um zu entspannen und zu sehen, wie weit mein Körper in der Lage ist, wieder heil zu werden.

245 Abendhimmel1 13.09.2014

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