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Nachdem er mich gestern Abend so unwiderstehlich angeleuchtet hat, dachte ich noch, es bleibt bei der reinen optischen Schönheit, denn die letzten Vollmonde habe ich nicht – wie früher oft – so intensiv oder stressend gespürt; weswegen ich auch nichts mehr dazu geschrieben hatte.

Tja, heute im Laufe des Tages musste ich mir eingestehen, dass ich diesen ganz gewaltig spüre und dass er mich total stresst. Die Schmerzen waren heute wieder stärker, die Funkmaus hab ich beim Arbeiten in der rechten Hand fast nicht ausgehalten, am liebsten hätte ich sie in die Ecke gepfeffert. Im Lauf des Tages spürte ich richtig intensiv die Energie oben am Kopf, wie schon lange nicht mehr. In der Werkstatt kletterte die Temperatur im Laufe des Nachmittags von 26 Grad aufwärts und ich bekam Kopfschmerzen und litt unter einer irren Spannung.

Als ich nachgeschaut habe, wann der Vollmond exakt ist, kam ich auf 3.39 Uhr heute Nacht: In den Fischen. Wir sind also relativ nah dran.

Gott sei Dank war gegen 16.30 Uhr die Arbeit getan und ich konnte wieder früher heim. Das erste war, mich hinzulegen und dabei kurz einzunicken, ich war völlig kaputt.

Eine alte Begebenheit aus meiner Kindheit tauchte auf, in der ich mich extrem allein gelassen und verloren gefühlt hatte. Ich war in der Situation auch förmlich innerlich erstarrt vor Angst und emotional völlig überfordert. Und ich konnte beim besten Willen nicht verstehen, warum man mich dieser Situation ausgesetzt hat, warum meine Not nicht wahrgenommen wurde oder wenn doch, warum man mir nicht beigestanden war. Diese Begebenheit war nur EIN Beispiel für das umfassende Gefühl meiner Kindheit von intensiver emotionaler Vernachlässigung in Verbindung mit mangelndem liebevollen Körperkontakt, etwa wie Umarmungen, geherzt und gehalten werden oder dergleichen.

Nun regt mich das Buch über die Versöhnung mit dem inneren Kind, das ich grad lese, dazu an, die Verantwortung für meine Gefühle zu übernehmen, auch die unangenehmen und ich ließ sie also hervorkommen und wieder abebben, so wie sie eben flossen.

Später legte ich mich für 1 Std. in die Badewanne, das hat auf jeden Fall geholfen Spannung abzubauen. Morgen ist sowieso mein Wellness-Tag, wo ich mich weiter pflegen kann.

Als ich mich vorher umschaute, um welche Themen es beim Vollmond heute Nacht gehen könnte und ob mir das was sagt, war ich ziemlich überrascht. Ganz nah beim Mond steht Chiron (der auch als Archetyp des verletzten oder verwundeten Heilers bezeichnet wird). Das bedeutet, dass es um alte Wunden und Verletzungen geht, die nicht so leicht heilen wollen.

Dieser Beitrag auf youtube spricht sogar von der Wunde der Getrenntheit, der empfundenen fehlenden Verbundenheit mit allem und unserem Versuch, diese Getrenntheit über Beziehungen zu heilen, was nicht funktionieren kann, weil wir die Ganzheit nur in uns selbst wieder finden können.

Und entsprechend las ich hier (u.a.):

Chiron ist zum einen eine unstillbare Wunde in uns. In den Fischen ist da die unendliche Sehnsucht nach Liebe zu finden. Es ist gleichzeitig die heilbringende Chance, dich von deiner eigenen Intuition und deinen eigenen Selbstheilungskräften führen zu lassen. Die Bindung, die wir als Kinder nicht bekommen konnten, weil es vielen Eltern aufgrund ihrer eigenen Geschichte nicht möglich war, können wir, müssen wir, in uns selbst finden. Die Illusion und die Sehnsucht, da möge doch endlich jemand kommen und uns an die Hand nehmen und endlich ist alles gut, gehört in ein Märchen, aber nicht in die Realität. Mit jedem Schritt und mit jedem echten Mitgefühl (ohne zu jammern!) für uns und für andere, heilen wir, wir kommen wir in Bindung mit uns.

Nun ja, bei mir trifft das alles grad ziemlich ins Schwarze.

Ich wünsche euch und mir trotzdem eine Gute Nacht…

Und auch wenn diese momentanen Energien noch etwas andauern werden, so sollen sie doch auch einhergehen mit möglicherweise plötzlichen Erkenntnissen, die uns helfen können, die alten Wunden zu heilen. In der Nacht auf Mittwoch wechselt der Mond übrigens in den Widder und es kommt Bewegung in diese momentan vorherrschende Konstellation.

 

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