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Wie die meisten von euch wissen, arbeite ich in einem kleinen Familienbetrieb. Was praktisch bedeutet: Sobald jemand in Urlaub geht, müssen die anderen u.U. mehr ran.

Im April war ja die Kollegin zur OP weg; Gott sei Dank stieg sie nach 3 Wochen schon wieder stundenweise mit ein. Ich war im Juli zweieinhalb Wochen in Urlaub und es war schon länger klar, dass der ganze September den anderen gehört. Die ersten beiden Wochen ist die Kollegin in Urlaub, die letzten zwei Wochen wird das Chef-Ehepaar urlauben.

Da ich ja nun schon eine Weile schwächle, seit Wochen eine wehe Schulter habe und mich auch sonst reduziert fühle, beobachtete meine Kollegin ein wenig mit Sorge, wie ich wohl den September überstehen werde, obwohl ersichtlich war, dass es mir schon nicht mehr ganz so schlecht geht.

Am Freitag war ihr letzter Tag vor dem Urlaub. Sie war früh gekommen und entschlossen, alles wegzuarbeiten, was büromäßig noch anliegt. Als ich vom Mittagessen zurück in die Werkstatt kam, war sie noch immer am Werkeln, setzte sich aber kurz auf einen Kaffee zu mir und gab mir ein sorgsam zurecht gemachtes Überlebenspaket für die kommende Zeit.

Darin befand sich eine schmerzstillende Salbe, ein Wärmepflaster, das ich bei Bedarf auf die Schulter kleben und es mir damit ein wenig erleichtern kann, eine süße Katzen-Spruch-Karte mit Mut machenden Worten in einem selbst bemalten Umschlag, ein zugeklebtes Kuvert mit Kleingeld für Gipfeli (Croissants) „für die Krampfer“, während sie im Urlaub weilt und ein Kilo-Glas feinstem Imker-Honig, weil man manchmal auch was Süßes braucht.

Was soll ich sagen: Ich war sehr berührt und freute mich total über diese liebevoll durchdachten Gaben. Wie schön, wenn jemand auf diese Weise mitdenkt und -fühlt!

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