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Es war mal wieder höchste Zeit für einen Perspektivenwechsel und er hat mir gut getan.

Obwohl ich diesmal bei der Ankunft in München am Montag Nachmittag erst mal eine Art Kulturschock hatte:
Diese Menschenmengen, dieses Gedränge, diese Geschwindigkeit, puh…
Daran war ich nicht mehr gewöhnt.

Wäre ich nicht in München geboren und hätte ich nicht bis 2012 da gelebt, hätte mich die Stadt an sich erst mal erschlagen.
So konnte ich mich relativ schnell wieder einfinden.

Von der gebuchten Pension im Stadtteil Gern war es zur gleichnamigen U-Bahn-Station für mich ein gefühlter Katzensprung
und ich entdeckte rasch den Komfort, in Null Komma Nix im Zentrum zu sein. Das bin ich auch nicht mehr gewöhnt.

Am Dienstag suchte ich meinen Zahnarzt zu einer ersten Vorabklärung und Röntgen auf. Die OP an sich war für Donnerstag geplant.
Er überredete mich aus verschiedenen Gründen, diese bereits am Mittwoch Morgen vorzunehmen. Na gut.

Am Mittwoch Morgen regnete es Schnürl und ich hatte Angst.
Es ging um das Setzen von zwei Implantaten im Backenzahnbereich, wobei zumindest eines vom vorhandenen Knochenangebot her unsicher war.
Wir hatten uns darauf geeinigt, dass er versucht, es dort stabil zu bekommen. Wenn es nicht gelingt, hätte er dort lediglich das Knochenersatzmaterial eingebracht und man hätte ein paar Monate später in einem weiteren Schritt das Implantat setzen können, was die Kosten in die Höhe getrieben hätte.

Gott sei Dank hat alles im ersten Schritt geklappt. Jetzt heißt es einfach: Mindestens 4-6 Monate Einheilphase, bevor man den Zahnersatz aufbauen kann. Auf keinen Fall dort rasch drauf herum beißen. Das muss erst richtig einwachsen.

Mit Schweizer Schmerztabletten, die für solche Knochen-Sachen hervorragend wirken und super verträglich sind, konnte ich rasch wieder unterwegs sein und das machen, was ich in München tun wollte, wie Freunde treffen.

Am Donnerstag ging ich zu einer kurzen Kontrolle beim ZA vorbei, alles gut.

Danach machte ich die ersten und einzigen Fotos im Bereich der Sendlinger Straße sowie Kaufingerstraße / Fußgängerzone. Alles war grau in grau, das Licht fehlte. Und ich stellte fest, dass die Fußgängerzone in die Sendlinger Straße hinein ausgeweitet worden ist bis zum Alten Hackerhaus, das war mir neu.

Als ich anschließend mit meinem Sohn im obersten Stockwerk des Kaufhof am Stachus bei Getränk und Kuchen mit Blick über die Dächer von München und auf den Justizpalast saß, kamen die Mentalitäten zur Sprache. Mein Sohn, der kürzlich auf einer 3-wöchigen USA-Rundreise war, meinte, in Amerika wäre das Publikum gemischter und die Stimmung entspannter, lässiger. Daraufhin wurde mir erst bewusst, dass ich die Stimmung in Deutschland gegenüber der Schweiz auf eine Weise entspannter und lässiger empfinde.

Für die Rückfahrt am Freitag Morgen hatte ich den Direktbus gebucht, d.h. kein Umweg über Friedrichshafen und den Bodensee, keine Zwischenstops,
sondern auf geradem Weg München – Zürich: Abfahrt 7.00 Uhr, Ankunft 10.45 Uhr. Das im komfortablen Doppeldecker und für 15 €.
Ich war so früh dran, dass ich im oberen Deck ganz vorne Platz fand und eine tolle Sicht genießen konnte.

Als der Bus in Au an den Schweizer Grenzposten ran fuhr, hörten wir den Busfahrer durchs Fenster rausreden: 32 Personen
Schweizer Grenzer:FragezeichenBusfahrer:   Z w e i u n d d r e i ß i g   Personen!
Grenzer in der typischen Schweizer Betonung: Waas für welche?

Ich und die um mich Sitzenden mussten spontan loslachen, so verpassten wir die Antwort des Busfahrers. Und ich wusste: Ich bin wieder in der Schweiz.
Als was auch immer wir deklariert wurden – offensichtlich durften wir nun ohne weitere Nachfragen einreisen.

Es war ein gutes Gefühl, wie immer, in die Schweiz hinein zu fahren.
Unterwegs fielen mir Neubauten auf. Es war in Wülflingen, einem Stadtteil von Winterthur: Terrassensiedlung Schlossberg

Ich freute mich, wieder da zu sein und ich freute mich auf mein Kuhdorf.
Wo ich am Nachmittag nach meiner Ankunft erst mal einen ausgedehnten und unheimlich wohltuenden Mittagsschlaf machte, in meinem eigenen Bett mit schön fester Matratze. Es tut gut, heim zu kommen.

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