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Nachdem ich kürzlich Robert A. Monroes Der zweite Körper gelesen hatte, bin ich jetzt an William Buhlmans Out of Body.

Auf eine Weise fühle ich mich zum Thema wie die Jungfrau zum Kind gekommen, andererseits war es schon immer so, dass mein Wachstum durch das am besten gefördert wird, wogegen ich zunächst Widerstände empfinde und diese dann überwinde.

Einerseits ist für mich bereits vor dieser Lektüre völlig natürlich gewesen, mich nicht nur mit den Jahren immer besser an nächtliche Träume zu erinnern, sondern auch immer wieder das Gefühl gehabt zu haben, nachts unterwegs gewesen zu sein und an Lehrgängen teilgenommen zu haben, geschult und unterwiesen worden zu sein, Erfahrungen gemacht zu haben und zu sammeln.

Die Träume konnte ich zunehmend deuten und waren mir hilfreich in der persönlichen Entwicklung. Von den sonstigen nächtlichen Reisen konnte ich manches nach dem Aufwachen sehr gut erinnern, manches gar nicht.

Die grundsätzliche Möglichkeit von Out-of-body-experiences geht nun einen empfundenen großen Schritt weiter. Es geht um das bewusste Reisen außerhalb des physischen Körpers, das mit zunehmender Erfahrung gesteuert werden kann, per Gedankenkraft.

Robert A. Monroes Buch fiel mir persönlich nicht ganz leicht zu lesen, vielleicht wegen der oben angedeuteten inneren Widerstände. Ich glaube aber auch, dass ich ihm von der Persönlichkeits- und Denkstruktur her nicht sehr ähnlich bin und es mir deswegen nicht leicht fiel, mich einzufinden. Dennoch enthielt das Buch Highlights, die ich nicht missen möchte. Angesprochen hat mich, dass dieser Autor überhaupt nicht mit religiösen oder esoterischen Motiven an die Sache ging, sondern rein wissenschaftlich. Er führte viele Tests zur Erforschung des Phänomens durch, wobei die Testpersonen dazu gebracht wurden, während ihrer Außerkörpererfahrung in Kontakt mit den anderen (nicht Reisenden) zu bleiben und über das sprechen zu können, was sie erleben, so dass aufgezeichnet und verglichen werden konnte.

Erstaunlicherweise begegneten den meisten während der Reisen mit zunehmender Erfahrung andere nichtphysische Wesenheiten oder Bewusstseinsformen. Berührt wurde ich von der Tatsache, dass solche manchmal bereit standen, um dem Willigen aus seinem physischen Körper heraus zu helfen.

Berührt hat mich auch die Beschreibung der anfänglichen Ängste, die mit dem bewussten Austritt aus dem physischen Körper auftauchen können.

Eins der Highlights ist für mich die Beschreibung einer möglichen Zukunft der Erde jenseits des Jahres 3000.

Der sachliche Stil des Buches ist seiner Glaubwürdigkeit nicht abträglich.

William Buhlmans Art und Stil liegt mir aus irgendeinem Grunde mehr. Vor allem der erste Teil seines Buches hat mir sehr gefallen, wo er beschreibt, wie er eines Tages die erste Out-of-body-Erfahrung hatte und wie er sich voran tastete und Erfahrung sammelte, über viele Jahre.

Im zweiten Teil wird es sehr wissenschaftlich (Physik), was recht technisch wirkt, wobei ich manches davon intuitiv sehr gut verstehen und innerlich bejahen kann.

Im letzteren Teil gibt er Tipps, wie man selbst solche Erfahrungen machen kann, die laut Rezensionen des Buches vielen geholfen haben, die daran interessiert waren. Soweit bin ich aber im Lesen noch nicht. Aber es wird einen Grund geben, warum ich jetzt an diese Bücher kam.

Gestern Morgen blieb ich bei der Frage hängen, die er dem Leser stellt, für wie wichtig er Außerkörpererfahrungen für die eigene Entwicklung erachtet, auf einer Skala von 1 bis 10. Mein menschlicher Verstand hätte vielleicht geantwortet: „1, unwichtig“ oder „2, nicht so wichtig“. Etwas anderes in mir – und darüber war ich erschrocken – antwortete: „10, sehr wichtig.“ Das führte dazu, dass mich undefinierbare Angstwellen ereilten, die ich durchlaufen ließ. Da das Wetter ohnehin verregnet war, gab es einen Putztag, das half. Und als ich am Spätnachmittag mit meinen Arbeiten fertig wurde, merkte ich, dass die Ängste abgeebbt waren, Gott sei Dank.

Spannend an dem Thema ist für mich unter anderem, dass manche im Zustand der Außerkörperlichkeit angeleitet wurden, ihren physischen Körper mit Energiefrequenzen heilend zu behandeln.

Aber diese Bücher helfen mir auch verstehen, inwiefern wir erleben was wir denken. Es wird beschrieben, dass es in nichtphysischen Bereichen sowohl den „Himmel der Christen“ gibt, aber auch andere Örtlichkeiten, die den jeweiligen Vorstellungen bestimmter Gruppen entsprechen. Durch ihr Denken erschaffen sie diese Orte und finden sich dort, wenn sie mit entsprechenden Vorstellungen sterben, automatisch ein. Irgendwie sehr logisch.

Die Bücher geben mir auch einen neuen Blick darauf, inwiefern wir uns vom physischen Leben als Mensch immer wieder angezogen fühlen. Und welcher Fähigkeiten zu entwickeln es bedarf, um sich aus diesem Kreislauf wieder zurück zu ziehen.

Dass wir alle des Nachts ohne unsere Körper unterwegs sind, ob wir uns nun daran erinnern oder nicht, ist mir eine Selbstverständlichkeit. Solange wir im physischen Sein dieses Lebens von bestimmten Vorstellungen, gedanklichen Einschränkungen und Ängsten beeinträchtigt sind, ist es logisch anzunehmen, dass wir manche dieser Vorstellungen, Einschränkungen und Ängste auch in unsere nächtlichen Reisen hinein tragen und dort Entsprechendes erschaffen, da in fast allen nichtphysischen Welten sich Gedanken unmittelbar manifestieren. Buhlman beschreibt den Aufbau und die Beschaffenheit dieser „Welten“ und wie sie reagieren.

Ich wünsche mir, dass mein Wachbewusstsein mit dem nichtphysischen Bewusstsein künftig immer besser zusammen wachsen und wenn ich soweit bin, werde ich die beiden Ebenen vielleicht nicht mehr trennen müssen oder aber sie bewusst trennen können, wann ich es wünsche und zusammenführen, wo das Sinn macht.

Als Kind habe ich noch sehr bewusst solche Reisen unternommen und erinnere mich z.B. an „Träume“, wo ich zu anderen Kindern sagte: „Ich kann fliegen“ und weil sie mich ungläubig anschauten, machte ich es ihnen vor, ging mit ihnen zuammen auf einen hohen Hügel und stürzte mich hinunter, um es ihnen zu beweisen. Ich wusste, dass mir nichts passieren kann und ich lediglich in meinem Bett aufwachen würde, was auch immer so war.

Das ist nun seit längerem mal wieder ein Thema, das mich nicht nur oberflächlich und nebenbei beschäftigt und ich trotzdem einen Beitrag drüber verfasse, wovon ich in letzter Zeit mehr und mehr abgekommen bin. Mal sehen, wohin es führt.

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