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Brot ist ein Grundnahrungsmittel und regional stark geprägt von den jeweiligen Gewohnheiten. Wir wachsen mit einer bestimmten Brotkultur auf und spätestens, wenn wir uns im Ausland aufhalten, fällt uns auf, dass uns nicht jedes Brot schmeckt.

Wenn ich mich nicht irre, hat man in manchen Ländern mit viel deutschen Gästen bewusst Vollkornbrot oder Pumpernickel zusätzlich parat, weil die Erfahrung zeigt, dass Deutsche mit „leerem“ Weißbrot allein auf die Dauer nicht glücklich sind bzw. ihrer Verdauung dann etwas fehlt ;).

Die Brotkultur von den Hofpfistereien ist nochmal eine besondere; manche schätzen sie sehr, andere können weniger mit ihr anfangen, weil die Brote recht speziell sind. Ich mag nicht alles dort, aber in regelmäßigen Intervallen war mir nach richtig gutem Brot vom Hofpfister. Für mich war das z.B. ein Franken- oder Schwabenlaib, das Andechser Brot, ein Rustikal oder zuletzt vor meinem Wegzug ein – ich glaube er hieß – Bayernlaib. Seine Quarktaschen und Vollkorn-Pfauenaugen liebe ich im übrigen auch sehr.

Iwan war in München nie sonderlich happy mit den gängigen Broten, vor allem Sauerteigbrot hat ihn eher befremdet.

Ich bevorzuge Brot, das außen knusprig und innen nicht zu „leer“ sowie nicht schon nach 2-3 Tagen trocken ist.

In dem Zusammenhang erinnere ich mich an einen Post von Pit (sein momentaner Blog), der als Deutscher nach Texas ausgewandert ist und vor seinem Umzug nach Fredericksburg an seinem vorherigen Wohnort nicht sehr glücklich mit dem Brot war, das er dort kaufen konnte.

Daran musste ich denken, als ich mir diese Woche bei der Bäckerei / Konditorei (mit Restaurant) in unserem Nachbardorf mal wieder ein gutes Brot kaufen wollte und mich für ein Buurebort (Bauernbrot) entschied:

 

Die Bäckereien machen hier sehr gute Brote. Bekannt ist z.B. das St. Galler, das man in speziellen Bäckereien sogar in München bekommt, auch wenn es nie ganz gleich schmeckt wie vor Ort. Keines schmeckt sauer.

Das Buurebrot ist sehr lecker, war im frischen Zustand innen schön feucht und nicht zu leicht, altert aber leider auch etwas schnell. Nur in Papier aufbewahrt, trocknet es zu schnell aus. Zusätzlich im Plastikbeutel wird die Kruste natürlich „welk“.

Aus dem Grund steht bei mir auf dem Esstisch ein Toaster, womit ich mir aus dem, was da ist, möglichst frisch schmeckendes (knuspriges) Brot oder Semmeln bereite.

Semmeln sind hier übrigens ursprünglich nicht sehr verbreitet, am ehesten noch ein Mütschli. Die Migros führt „Semmeln“ in verschiedenen Variationen frisch aufgebacken, davon mag ich am liebsten das Dinkel-Früchtebrötchen. Außerdem werden Kränze angeboten wie der Krusten- oder Silserkranz, die ich auch ganz gerne mag.

Zwischendurch brauche ich dann tatsächlich immer mal wieder ein richtiges selbst gemachtes Müsli oder ein Vollkornbrot, das man natürlich hier auch bekommt.

Bei Babette, die gerne und viel kocht, hab ich mich schon mal gefragt, ob es bei ihr auch Brot gibt oder eher weniger? Es gibt ja Leute, die essen sehr gerne und viel Brot, während andere nicht so scharf drauf sind und sich anders ernähren. Wie haltet ihr es damit?

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