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Die Astrologie kann man als eine Art Denkmuster betrachten oder auch als die Sprache der Gestirne. Mir hat sie – nachdem ich mir das gestattet habe, bei den Zeugen Jehovas ist es verpönt – immer zur Orientierung gedient und zum Übersetzen dessen, was ich wahrgenommen und gefühlt habe. D.h. die Astrologie hat dem Stand gehalten, was ich fühlte und wahrnahm, zumindest in gewissen Interpretationen :). Insofern bin ich ihr treu geblieben, auch wenn ich sie nur bei Bedarf beachte und aussortiere, welche Art von Aussagen für mich fundiert und zutreffend sind und welche ich beiseite lege.

Heute ist Vollmond und es gibt eine Theorie, nach der nur die Menschen die erhöhte Energie als störend wahrnehmen, die Unaufgearbeitetes in sich tragen, „Leichen im Keller“ haben oder wie man es ausdrücken möchte. Ich denke, das ist nur EIN Aspekt des Phänomens Vollmond und daher vielleicht eine Teilwahrheit.

Vorher hab ich auf einer esoterisch geprägten Seite gelesen, nur „wir“, also diejenigen, die schon besonders geklärt und entsprechend durchlässiger für Energien seien, würden die Vollmondenergien gut wahrnehmen. So eine Aussage kann ich inzwischen nur ablehnen, mitsamt dem Auserwählten-/ spirituellen Elitedenken. Obwohl es auch esoterisch geprägte Seiten gibt, auf denen ich für mich passende Informationen finde, manchmal muss ich einfach „auslesen“.

Der Vollmond findet im Zeichen Skorpion statt (Achse Skorpion/Stier) und ist heute Abend gegen 21.15 Uhr exakt. Wer sich für entsprechende Interpretationen interessiert, mag selbst im Netz danach suchen, was ihn anspricht.

Ich bin vorher auf ein Video der Schweizer Zeitung Blick gestossen, das ist sowas ähnliches wie die deutsche Bild. Dem entsprechend sprach die Dame dort vor allem von der Leidenschaft und Erotik als Skorpion-Qualität, die nun besonders aktiv sei. Das ist mir dann doch etwas zu einseitig und oberflächlich, obwohl diese Qualität natürlich auch ein Aspekt des Ganzen ist.

Auf einem astrologischen Blog fand ich Aussagen zum Weltgeschehen, die sehr genau untermalt und interessant waren; dort fehlte mir noch die Aussage zur Qualität für den persönlichen Bereich.

Auf meiner Suche zum Vollmond stiess ich dann auch auf die Aussage, dass wir uns gerade in einer Mars-rückläufigen Phase befinden, d.h. er ist seit 1. März rückläufig und wechselt am 20. Mai wieder zur Direktläufigkeit. Das dürfte spürbar werden. Ich verstehe jetzt, warum ich mich in letzter Zeit häufiger so gefühlt habe, dass gewisse Dinge recht still stehen, nicht so recht was vorwärts gehen will, Neues auf sich warten lässt und meine Wünsche, z.B. ein Besuch in meiner Münchner Heimat, einfach nicht reif zur Umsetzung schien, obwohl ich langsam richtig Heimweh habe. Es braucht ein paar mehr passende Komponenten, dass ich sagen kann: Jetzt ist es stimmig, also los.

Letztlich habe ich doch noch komplexe Aussagen zu den heutigen Qualitäten gefunden, die ich (teils) zitieren möchte:

Am 14.05.2014, um 13.36 Uhr MESZ wird erneut das Trigon zwischen Jupiter in Krebs und Chiron in Fische exakt. Wenige Stunden später findet am selben Tag um 21.16 Uhr MESZ ein Vollmond statt. […]

Durch die zeitliche Nähe der beiden Himmels-Ereignisse zueinander lassen sich aus astrologischer Sicht wichtige Schlüsse ziehen.

Jupiter im Trigon zu Chiron wird allgemein mit Heilung in Verbindung gebracht. Der Mythologie nach ist Chiron der verwundete Heiler, der zwar andere, jedoch nicht sich selbst heilen kann.

Davon wurde symbolisch abgeleitet, dass es für uns alle Bereiche gibt, in denen wir empfindlich und verletzlich reagieren, ohne uns dieses Gefühl der Verwundbarkeit abtrainieren zu können.

Im Umgang mit Chiron-Themen gilt es zunächst, uns vor immer wieder neuen, sinnlosen Verletzungen zu schützen. Dies gelingt, indem wir uns in den betreffenden Situationen besonders achtsam verhalten ohne uns zu überfordern. Wir sind aufgefordert, unsere Unzulänglichkeit zu akzeptieren.

Jupiter wurde in der alten Astrologie als das “große Glück“ bezeichnet. Er gilt seit jeher als ein ganzheitliches Symbol der Heilung. Aus heutiger Sicht wird er zusätzlich mit Wachstum, Expansion und/oder Horizonterweiterung in Verbindung gebracht.

Durch die Symbolik des Jupiter/Chiron-Trigons können heilende Prozesse angestoßen werden, auch wenn diese nicht unbedingt zu einer vollkommenen Genesung führen. Allerdings hilft oft schon die Bewusstwerdung bestimmter Zusammenhänge, um eine positive Entwicklung in Gang zu setzen.

Chiron ist im Vollmond-Horoskop im vierten Haus in Fische platziert. Gleichzeitig befindet sich Jupiter im achten Haus in Krebs. Mond und Saturn sind nicht allzu weit vom Aszendenten des Vollmond-Horoskops konstelliert.

So finden wir in diesem Radix eine starke Anhäufung von astrologischen Faktoren, die allesamt Themen wie Nähe, Gefühle, den eigenen (inneren) geschützten Raum, Geborgenheit, Zugehörigkeit und Aufgehoben-sein berühren.

Eine achtsame und umsichtige Beschäftigung mit diesen Faktoren bringt uns im Augenblick einem inneren heil und ganz werden beträchtlich näher. Dies gilt umso mehr als in Zeiten der Kardinalen Klimax nur zu oft ziel- und ruheloses Agieren vorherrscht.

Dabei geht es gleichzeitig um die seelische Verwundbarkeit, der wir uns bei einer Vernachlässigung der genannten Bereiche aussetzen. Gerade von dieser Verwundbarkeit können wir uns durch einen achtsamen Umgang mit unseren Gefühlen bis zu einem gewissen Grad heilen.

Der rückläufige Pluto im zweiten Haus in Opposition zu Jupiter und Quadrat zu Venus sowie Uranus symbolisiert dabei den Zwang, materielle Maßstäbe als ausschließliche Definition von Glück und Wert anzuerkennen.

Der rückläufige Mars im zehnten Haus in Waage weist auf eine weitere Hürde hin, unsere notwendigen Grundbedürfnisse zu erfüllen. Wir passen uns an (Mars in Waage), um gesellschaftlich (Mars im zehnten Haus) mithalten zu können.

Auch die Sonne im sechsten Haus Stier in Opposition zu Saturn und Mond symbolisiert eine dauernde Betriebsamkeit auf Kosten unserer Gefühle und Grundbedürfnisse, um materielle Vorteile zu erlangen. Der Körper mit seinen grundlegenden Bedürfnissen und Unzulänglichkeiten wird dabei oft als eine Art Feind gesehen, den es zu bekämpfen gilt. Immer im unpassendsten Moment scheint er unsere Pläne zu durchkreuzen.

Es geht also darum, das rechte Maß zu finden, um einen Ausgleich zwischen seelisch/spirituellen, körperlichen sowie gefühlsmäßigen Notwendigkeiten und den Anforderungen im Hinblick auf unsere materiellen Bestrebungen zu finden. Wenn uns das gelingt, erlangen wir Macht über uns selbst (Jupiter im achten Haus in Krebs) und unsere Gefühle. Unser Immunsystem wird stärker und wir selbst regenerationsfähiger.

Wir erhalten die Gelegenheit, unerfindliche Hindernisse bei der Durchführung unserer Vorhaben und Projekten bis hin zu gesundheitlichen Unwägbarkeiten hinter uns zu lassen. Wir gewinnen an Stärke und Widerstandskraft und finden nicht zuletzt im Austausch mit anderen Menschen einen intelligenten Ausgleich zwischen widersprüchlichen Erfordernissen (Merkur im siebten Haus in Zwillinge).

Quelle: Danke an Stefan Fleckenstein

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