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Am Muttertag Sonntag hatte ich einen sehr friedlichen Tag. Das lag an privaten Details, die es meinem Herzen erlauben, Frieden mit der Vergangenheit zu verspüren und gleichzeitig zuversichtlich in die Zukunft zu sehen. Aber auch daran, dass ich trotz Ferne zu meinen Kindern statt gefühlsduseliger Sentimentalität oder Selbstmitleid Frieden mit der Ist-Situation hatte. Es ist alles richtig, wie es im Moment ist, auch wenn mir meine Kinder manchmal fehlen. Es wird diesbezüglich auch wieder andere Zeiten geben…

Ein Foto in einem Magazin einer Ladenkette inspirierte mich kürzlich, Pizza doch mal mit Ziegenkäse zu belegen. Also hatte ich alle Zutaten besorgt und wartete auf einen geeigneten Tag mit viel Zeit und Lust dazu. Das war dann der Sonntag.

Das Rezept für den Teig stammt aus Hedwig Maria Stubers „Ich helf dir kochen – das erfolgreiche Universal-Kochbuch“, das mir 1981 als frisch gebackene Ehefrau half, mir Grundlagen des Kochens, Mengenverhältnisse etc. anzueignen. Die neuere (grössere) Ausgabe (wieder mit vielen Fotos und langjährig erprobt) nutze ich seit ein paar Jahren, nachdem das alte bereits Seiten verlor.

Pizzateig (Menge halbiert, daher passend für 1 Person bzw. ein halbes Backblech):
188 g Mehl
10 g Hefe
100 – 125 ml lauwarmes Wasser
2 EL Öl
1/4 TL Salz

Aus den angegebenen Zutaten einen Hefeteig herstellen, zugedeckt gehen lassen.

Diesmal hab ich die verwendete Glasschüssel vorher mit heißem Wasser angewärmt, damit die kühlschrank-kalte Hefe sich langsam erwärmen kann und optimale Bedingungen zum Gehen des Teigs entstehen. Das geschah diesmal unter der Bettdecke, weil die Heizungen nicht wirklich warm waren, um den Teig dazu zu stellen.

Ich hab nicht auf die Uhr geschaut, wieviel Zeit verging, aber als mir der Teig ausreichend gegangen schien, wurde er ausgerollt, aufs Blech befördert und durfte dann nochmal etwas gehen.

Dann zunächst mit Olivenöl bepinseln (damit er schön kross wird).
230 g gewürfelte Tomaten aus der Dose mit 1/2 klein geschnittenen Knoblauchzehe, 1/2 TL Salz, Pfeffer, frischem Basilikum und etwas Olivenöl in einem Topf zusammen gut erhitzen, miteinander einziehen lassen, auf dem ausgerollten Teig verteilen. Darauf hab ich nochmal nachgewürzt, u.a. mit Cayennepfeffer.

Während draußen mit stark böigen Schauern die Welt halb unterging…

war im warmen Zimmer die Pizza am Werden…

Der Regen ließ nach und die Pizza verbreitete beim Backen ihren Wohlgeruch. Nach 25 Min. kam sie raus und wurde mit viel Appetit verspeist – bis auf einen letzten Rest – yamm!

Und da nun die Sonne so verheißungsvoll scheinte und es noch nicht zu spät war, entschloss ich mich, den Tag doch noch mit einem Wald- und Verdauungsspaziergang zu krönen. Der Fotoapparat war dabei, aber die Fotos davon gibts im Fotoblog…

Übrigens, die heute Vormittag im Regen stehenden Kühe durften inzwischen wieder in den trockenen Stall und nach einer kurzen Sonnenphase schüttet es wieder und donnert gewaltig. Mal sehen, ob ich heute überhaupt noch einen Fuß vor die Tür setze, außer unter dem Vordach vorm Haus die Post zu holen ;).

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