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Zu mehr reichen im Moment Zeit und Raum nicht.

Letzten Donnerstag wurde ein nigelnagelneuer Kühlschrank eingebaut, was für eine Freude.

Der Handwerker hatte diese zunächst nicht, denn aufgrund im Laufe der Zeit geänderter Euro-Norm passte der Kühlschrank nicht in die vorhandene Einbauküche. Zwar fehlte nicht viel, aber es fehlte was. Das bedeutete, dass er den darunter liegenden Gefrierschrank auch noch ausbauen und das Mittelstück verkürzen durfte…

Die Fotos hab ich mir erlaubt, als er passendes Werkzeug holen gegangen war, ich hab ihn also nicht mit Fotografieren belagert, sondern ihn (und mich) statt dessen vom Nebenraum aus mit indianischen Meditationsklängen beschallt, die mir im Moment sehr nahe liegen. Was nach meiner Wahrnehmung dazu führte, dass seine morgendliche Nervosität angenehmer Gemütsruhe wich und die zwei Stunden des Ein-/Umbaus nicht einfach nur Arbeit darstellten, wenn ich mich da nicht sehr irre.

Die grösste Freude für mich daran ist, dass der neue Kühlschrank ein Gefrierfach besitzt, so dass ich den grossen Gefrierschrank nun ausgeschaltet hab. Der frisst nur ordentlich Strom und ich nutze ihn niemals aus. Meine paar Sachen gehen gut in das Gefrierfach. Hat den weiteren Vorteil, dass ich des Nachts durch die dünne Schiebetür nicht mehr höre, dass sich das Gefriergerät ein- und ausschalten würde. Jetzt ist feine Stille in meiner Wohnung.

Der Frühling ist inzwischen nicht mehr nur an Blüten an ansonsten kahlem Gestrüpp zu erkennen, sondern es wird richtig grün.

Und das geniesse ich mit jedem Blick aus dem Fenster meiner Wohnung oder dem Bus und der Bahn von und zur Arbeit.

Das Gelb unter den Bäumen entfaltete sich übrigens überraschend schnell. Zwischen diesen Fotos liegt lediglich ein Tag.

Die Stiefmütterchen machen mir grosse Freude.
Meine Oma hatte links und rechts des Weges zu ihrem Haus vor den Rosenstöcken jedes Jahr Stiefmütterchen angesät und ich liebte sie schon damals mit ihren grossen Äuglein. Dies Jahr hab ich zum ersten Mal welche in Pflanzgefässen bei mir.

Am Samstag hab ich dann den Beton-Balkon ordentlich geschrubbt, nachdem der Grasteppich der Vormieterin entsorgt ist und sich darunter ein unschönes Bild abzeichnete. Der ist nun immer noch genauso fleckig, aber sauber, so dass ich am Wochenende das erste abendliche Sonnenbad auf meiner Liege draussen nahm, so schön! Den Flecken werde ich demnächst mit etwas zu Leibe rücken, das mir Iwan bringt. Mal sehen, was sich da noch machen lässt.

Ja, am Samstag Abend musste ich dann kochen, denn die Zutaten für ein neues Gericht wurden vom Herumliegen nicht besser. Ich wollte unbedingt Babettes Linsen mit Spätzle, gebratenem Lachs und Kirschtomaten ausprobieren.

Als ich noch „richtiger“ Fleischesser war, liebte ich Sauerbraten. An Babettes Rezept sprach mich daher spontan an, Gemüse mit Lorbeerblättern und Wacholderbeeren zu kochen. Diese Geschmacksvariation wollte ich mir geben.

Ich liess die Petersilie weg, auf die steh ich nicht so (vielleicht ein Vorurteil, das auch mal gekappt werden sollte, im Brathähnchen, wo meine Mutter sie früher öfter als Füllung reintat, machte sie einen guten Geschmack, genauso in den Semmelknödeln oder in den gebratenen Pilzen) und verwendete zum Beträufeln am Schluss statt Rotweinessig Kirschenessig, der mich kürzlich im Regal so anlachte, dass er mit musste.
Bei den Spätzle verwendete ich tatsächlich gekaufte aus dem Kühlregal, liess sie in kochendem Wasser 2 Min. ziehen und briet sie dann in der Pfanne noch kurz kross.

Mein Foto ist nicht ganz so appetitlich wie Babettes, aber mein Gericht stellte sich so dar…

und schmeckte – jedenfalls für meinen Geschmack – wunderprächtig.
Erst beim Kochen war mir aufgefallen, dass als Gewürze lediglich Pfeffer für den Lachs mit Kirschtomaten Verwendung findet. Und in den Spätzle wird wohl Salz gewesen sein. Ansonsten reichte der milde Essig drüber geträufelt völlig. Ich empfand den Geschmack insgesamt einerseits als puristisch, andererseits als herrliche Geschmacksvielfalt an meinem Gaumen.

Die zweite Portion liess ich mir am Sonntag Abend schmecken und war beide Male überrascht, wie befriedigt ich mich nach diesen Mahlzeiten fühlte, also etwas für Körper und Seele. Das gibts sicher wieder einmal, zumal die zweite Packung Spätzle im Gefrierfach auf Verwendung wartet.

Dann die Kühe… Also wenn sie mal nicht draussen vor meinem Fenster grasen oder wiederkäuen oder vor lauter Übermut einfach muhen, fehlt mir fast was. Ich mag sie.

Und ich liebe immer aufs Neue die Sonnenuntergänge…

Aber bevor die Sonne untergeht, bin ich zur Zeit ziemlich happy, dass sie – gerade auch wegen der sonst eher ungeliebten Sommerzeit – ab etwa 16 bis gegen 20 Uhr in meine Wohnung lacht.
Die folgenden Fotos entstanden heute Abend um halb 8. Sonne ist einfach ein Stück Lebensqualität, von dem ich mich zur Zeit sehr beschenkt fühle und mich schon drauf freue, sie im Sommer abends auf meinem Balkon noch geniessen zu können.
Wie ihr sehen könnt, ist sie bereits dabei, hinter dem nächsten Haus auf der anderen Strassenseite vorbei zu wandern, so dass ich sie nun abends eben länger in meinen Fenstern hab.

Die selbst gemachten Blumenboards für meine Orchideen wurden diese Woche auch endlich fertig.

Und noch auf eine handwerkliche Arbeit bin ich stolz, obwohl sie mich und den beratenden Iwan ziemlich Nerven gekostet hat. Die Tiffany-Lampe über meinem Esstisch ist vor ein paar Wochen nach einem kurzen Flackern aus gegangen. An der Birne lags nicht. Das Suchen ging los.

Ich besorgte eine neue Fassung, brachte die alte mit zu Iwan, der sie auch nicht öffnen konnte, so dass ich das Kabel direkt darüber abgeschnitten habe und die neue Fassung so verkabelt. Als alles fertig war, brannte die Lampe immer noch nicht. Ich hatte einen Koller und ordentlichen Frust. Haute mich vor den TV und wollte von der blöden Lampe nix mehr sehen. Es geht nicht drum, dass ich mir keine neue Lampe leisten könnte. Sondern darum, dass ich mich durch den Umzug in die Schweiz und den Umzug bei der Trennung von Iwan von so vielem Vertrauten trennen musste, dass ich an ein paar Erinnerungsstücken hänge. Diese Tiffany-Lampe begleitet mich schon so lang, ich wollte sie noch nicht abschreiben.

Als ich wieder mit Iwan telefoniert und fertig gefernseht hatte, machte ich einen neuen Anlauf: Sicherung raus. Mit dem Phasenprüfer sämtliche Drähte überprüft, wo Strom drauf ist und wo nicht, systematisch an den Drähten beginnend, die oben aus der Decke kommen. Da ich die Drähte verlängert hatte, um die Lampe direkt über dem Esstisch zu haben, gab es noch eine weitere „Schnittstelle“. An beiden Stellen wechselte ich die Lüsterklemmen und montierte die, die vertraut aussahen, auch wenn sie gegenüber den vorher verwendeten klobiger sind. Und siehe da, auf einmal brannte die Lampe. Hallelujah!

Ein paar Tage später gab das kleine Schräuchen seinen Geist auf, das die bronzefarbene Metallkappe der Lampe an der Decke hält und die Verdrahtung verdeckt. Schitt! Konnte so unmöglich bleiben. In meinem Fundus fand ich zwar eine passende Schraube, die war aber mindestens vier Mal so lang als nötig, hätte unmöglich ausgesehen. Also brachte ich von der Arbeit als Test zwei Schräubchen mit; die waren zu klein und fielen in das vorgesehene Loch hinein. Heute Morgen setzte ich die Idee um, die mir gestern Abend vor dem Einschlafen durch den Kopf ging (bevor ich wieder zum Baumarkt latsche und eine Packung Schrauben besorge, von denen ich nur eine brauche): Ich sägte die passende, aber viel zu lange Schraube, einfach ab und begradigte mit einer Metallfeile die scharf abstehenden Kanten. Ha – jetzt passte sie wunderbar und alles sieht so aus, wie es sollte.

Meine kleinen Siege empfinde ich oft als sehr grosse.

Und in diesem Sinne wünsche ich euch nach diesem Vollmond-Tag (er war exakt heute Vormittag um Viertel vor 10 in der Waage) mit gesteigerter Energie – das Schweizer Radio, das bei uns in der Werkstatt lief, sprach von einem Test, der eindeutig ergab, dass wir Menschen auf die Vollmondenergien mit längeren Einschlafphasen und weniger tiefem Schlaf reagieren, auch wenn wir nicht an die Spürbarkeit dieser Energien glauben – eine gute Nacht und noch angenehme Tage bis Ostern, wo hoffentlich Ausschlafen und Relaxen angesagt ist.

Da ich zur Zeit viel arbeite, weil das Arbeitsvolumen es erfordert, bis meine Kollegin wieder fit ist, freue ich mich ganz besonders auf die vier freien Tage in Folge.

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