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Es ist fast ein Jahr her, als ich über Unerwartete Geschenke erzählte.
Heute eine Fortsetzung.

Meine Arbeitskollegin, mit der ich mich inzwischen auch privat treffe, kam heute mit einer großen Papier-Tragetasche und sagte, die sei für mich.

Da guckte ich hinein und machte große Augen, denn ich sah…

Geschenk 10.03.2014Nähen ist eines ihrer Hobbies und diese beiden Hühnchen hat sie liebevoll selbst gemacht. Die Schürze des Mutterhuhns ist wie ein Ring umgehängt und abnehmbar, hat einen aufgenähten Knopf, der mit einem roten Mascherl witzig befestigt ist.

Dazu sagte sie: Damit du nicht mehr alleine beim Frühstück sitzen musst. Was für eine schöne Idee und hübsche Umsetzung. Die Hühner sind unten mit Kügelchen gefüllt, damit sie dort ein bisschen schwerer sind und gut stehen, oben mit Polsterwatte. Ich bin happy über dieses lebendige Ensemble auf meinem Esstisch.

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Ein anderes unerwartetes Geschenk war heute… Ich hatte zum Mittagessen Lust auf asiatisches Buffet, was Warmes im Bauch, gut gewürzt. Und ging die 10 Min. zum entsprechenden Restaurant, ein klein wenig abseits vom Zentrum Aaraus.

Als ich näher kam, sah ich das Firmenauto der Firma draußen stehen, bei der mein Mann arbeitet. Ich kam rein und die 3 Männer saßen am Tisch, so dass ich gerade gut Platz dabei hatte und auf diese Weise angenehme Gesellschaft zum Essen, statt es allein zu tun. Das hat richtig Freude gemacht.

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Und ein Drittes hat mich heute gefreut. Da gerade wenig Arbeitsanfall im Job ist, hab ich Vormittags ein paar Stempel gemacht und Nachmittags an der Graviermaschine ein wenig abgearbeitet. Es war noch genug freie Zeit, so dass ich endlich das Hausnummernschild in Angriff nahm, das ich schon lange geplant hab.

Über dem Hauseingang, wo ich wohne, war bis jetzt ein mit Filzstift handbeschriftetes Pappschild, mit Plastik überzogen, mit Reißzwecken befestigt. Als Schildermacherin betrachtete ich es als Ehrensache, dort ein ordentliches Schild anzubringen. Meinem Chef hatte ich schon lange gesagt, dass ich es nicht umsonst haben will, er darf mir für das Material oder so schon was berechnen. Er kann ja nichts dafür, dass der Eigentümer des Hauses bei solchen Dingen spart.

Das Geschenk bestand erstens in der sich heute ergebenden Gelegenheit, das Schild anzufertigen. Zweitens darin, dass mein Chef dafür nichts haben wollte (ich hab Kunststoffmaterial verwendet, das wir sehr selten brauchen und ein gerade übriges Stück verwendet, das eine passende Größe hatte). Und drittens war ich total happy, dass ich es nach dem Heimkommen gleich anschrauben konnte, weil es noch hell draußen war.

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Nicht nur, aber auch diese unerwarteten Geschenke haben dazu beigetragen, dass ich heute einen sehr guten Tag hatte. Und beim Heimkommen abends trotz Müdigkeit merkte, dass solche Dinge Kraft verleihen und die kann ich im Moment wirklich gut brauchen.

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