Es ist jetzt gut drei Wochen her, dass du

hp photosmart 720

gehen durftest, hinüber in die andere Welt.

Dein Lungenkrebs war soweit fortgeschritten, dass du nur noch sehr achtsam atmen konntest und immer mehr Mühe mit Sprechen hattest, unterbrochen durch Husten. Die letzten Tage verbrachtest du im Hospiz, wo ein Arzt – der offensichtlich mit dem Sterben vertraut war – empfahl, das Blutverdünnungsmittel (wegen einer vorangegangenen Thrombose) doch abzusetzen, denn eine Thrombose wäre ein gnädigerer Tod als Ersticken.

Wir wissen nicht, wie es dir zum Schluss genau ging, wie es in dir aussah, denn Sprechen war immer schwieriger geworden, der Atem reichte nicht mehr. Im Hospiz hatten wir dich nicht mehr besucht. Deine Kinder meinten, du solltest dort erst einmal ankommen.

Als wir es erfuhren, waren wir nicht traurig; nachdenklich ja. Wir freuen uns, dass du nun keine Atemnot mehr leidest.

Bei einem meiner Besuche im Krankenhaus bei dir war ich ins Gespräch mit einer Besucherin am Nachbarbett gekommen, die als Schweizerin vor Jahren nach Deutschland ausgewandert ist und wissen wollte, wie es mir umgekehrt geht.
Du hast mich danach gefragt, ob ich die Verenaschlucht kenne? Ein Ausflug dorthin wäre sehenswert.

Das setzten wir kürzlich um und waren angetan von dem Kraftort der Verenaschlucht bei Solothurn und verbrachten einen wunderschönen Herbsttag…

Das war ein guter Tipp. Wir hätten gerne noch mehr Zeit mit dir verbracht, aber nun lief es anders. Wir ziehen den Hut vor deiner Art, diese grauslige Krankheit bis zum Ende getragen zu haben. In unseren Herzen hast du einen festen Platz für immer.

Advertisements