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Mein neuer Job bereitet mir zunehmend Schlaflosigkeit, anhaltendes Kopfzerbrechen und ziemlichen psychischen Stress. Worüber ich anfangs großzügig hinweg gesehen habe im Sinne von: Am Anfang ist es immer schwierig, wird schon werden… – erweist sich mit der Zeit als Stressfaktor, den ich nicht über längere Zeit hinweg in der Lage bin zu tragen und gleichzeitig gesund zu bleiben.

Wandwicht 2_28.06.2012_765 KB

Das Ohrengeräusch hatte ich ja erwähnt. Es ist seit nun drei Wochen an- und abschwellend vorhanden, es verändert die Art und den Ton und scheint manchmal über Nacht oder tagsüber auch wegzugehen, um dann relativ rasch zurückzukehren, sobald ich aufgestanden bin oder äußerlich zur Ruhe komme. Es variiert zwischen Brummton, Rauschen und unangenehmem Hallen.

Nun kann verneint werden, dass es ein Tinnitus ist (zumindest, wie ihn die Medizin bisher definiert hat), der äußert sich anders. Mir ist inzwischen auch eingefallen, dass ich das Ohrgeräusch ansatzweise schon vor dem Job hatte, aber da hatte ich geglaubt, es handele sich um das Brummen des Heizkessels im Keller, das ich im Ruhezustand abends im Bett oder nachts hören würde und in unserem hellhörigen Haus irgendwie übertragen würde. Richtig laut und unüberhörbar trat es am Montag vor drei Wochen morgens beim Aufwachen zum ersten Mal massiv in Erscheinung.

Es gibt ein bisher medizinisch nicht definiertes Phänomen von Brummgeräuschen im Ohr, über das sich Betroffene im Netz austauschen. Es gibt auch eine Theorie, die einen bisher nicht definierten, anders gearteten Tinnitus vermutet, aber die weiteren Theorien über die Ursachen dieser Brummgeräusche sind so breit gefächert und weit voneinander entfernt, von eher esoterischen Ideen bis zu ganz profanen (Raumschiffe, Erde erzeugt Warnton, Haarp, Mobilfunk etc.), dass man bislang nichts genaues sagen kann. Übereinstimmende Ursachen von Betroffenen sind bisher nicht auszumachen.

Tosende Wassermassen am Kraftwerk Rupperswil-Auenstein 07.06.2013

Nun halte ich es für unmöglich, über Details des Problems meines Jobs in so einem öffentlichen Blog zu berichten und gleichzeitig die Privatsphäre der Betroffenen zu schützen. Es ist auch nicht mein Ansinnen, jemandem zu schaden, denn ich mag die Personen da grundsätzlich. Ich weiß nur nicht, ob ich mit den individuellen Gegebenheiten und den üblichen Verfahrensweisen auf die Dauer zurechtkommen kann oder ich mich bei dem Versuch beständig zunehmend aufreibe.

Jedenfalls ist es der Grund dafür, dass ich in letzter Zeit immer weniger im Blog schreibe.

Vergangenen Mittwoch bin ich wegen der Sache das erste Mal richtig stinkig geworden und konnte mich äußern. Es wurde auch – scheinbar konstruktiv – darauf reagiert, was das Problem vermutlich aber nicht wirklich lösen wird. Ich werde noch deutlicher und konkreter werden müssen und sehen, ob sich die Dinge dadurch so verändern, dass ich längerfristig klar kommen kann.

Versteinerung 26.01.2013_726 KB

Noch ist es nicht Zeit, die Sache endgültig zu entscheiden. Bis Ende September geht meine Probezeit. Es wird noch Gespräche geben müssen.

Natürlich hab ich auch Schiss davor, wieder auf Jobsuche gehen zu müssen und den ganzen Zinnober zu machen, aber soweit bin ich momentan noch nicht. Es wäre recht schade drum, denn ich mag die Tätigkeit wirklich sehr. Die Zeit wird es zeigen…

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