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So, heute war der 4. Tag in meinem neuen Job und ich hab ein witziges Abenteuer erlebt.

Mein Vorgänger, der mich an der Graviermaschine anlernt, war heute nicht da und ich durfte selbst wursteln, so wie ich nach und nach durchblicke, um Aufträge für Schilder selbstständig zu bearbeiten. Natürlich war der Chef da zum Fragen, wo nötig oder zur Unterstützung, falls es Probleme gibt, was heute Vormittag auch der Fall war.

Am Nachmittag fragte ich ihn zu einem Auftrag, welcher Art die Schilder sein sollen, ich fand nirgends einen Hinweis. Wir haben Ordner, wo man nach den Liegenschaften suchen kann und nachsehen, was die normalerweise für Schilder dort haben. Diese Liegenschaft gab es, aber nicht mit dieser Hausnummer. Der Chef wusste auch nicht was tun und sagte schließlich: Dann musst du halt nachschauen gehen. Darauf ging er weg. Nachschauen gehen? Was meint er jetzt? Wo denn nachschauen?

Ich fand ihn an einem anderen Computer mit der offenen Straßenkarte der Aarauer Innenstadt. Er hatte die Hausnummer herausgesucht und fragte mich, ob ich diese Gasse dort kenne? Ja. Er wiederholte nochmal: Dann musst halt nachschauen gehen, mit dem Radl schnell hinfahren. Ich sagte erstaunt: Das hast jetzt im Ernst gemeint??? Er bejahte und fügte hinzu, das muss er auch manchmal machen und: Es ist ja jetzt nicht DER Haufen Arbeit da, da kann man sowas schon machen… Also gab er mir ein Schild mit, von dem er dachte, dass es dort hin gehört, damit ich vergleichen kann und ich radelte los.

Weiße Schönheit 1_07.07.2013

Fand die Gasse, die Hausnummer vorher und einen nächsten Eingang ganz ohne Hausnummer. Hm… Zwischen der Hausnummer vorher und dem Hauseingang ohne Nummer liegt ein kleines Schuhgeschäft, die Tür war offen, eine Frau saß drinnen auf dem Stuhl. Ich dachte: Bestimmt eine Kundin, die auf den Inhaber warten wird, zum Schuhe anprobieren. Als sie mich aber herumsuchen sah, trat sie raus und fragte, ob sie mir helfen kann?

Jetzt kommts… Sie war interessiert bis neugierig, was ich hier suche, aber sie konnte nicht sagen, welche Hausnummer sie dort haben, obwohl das ihr Schuhladen zu sein scheint!?! Fragte mich aber, ob da jemand auszieht?

Sie holte eine andere Frau herbei, erzählte der, wer ich bin und was ich tue, sie schien mir eine weitere benachbarte Ladeninhaberin zu sein – aber auch die wusste es nicht genau und wunderte sich, dass der bewusste Eingang keine Hausnummer trägt.

Nun, wir einigten uns – da der Eingang vorher die 7 trägt, der Hauseingang danach die 11 – dass es sich bei dem ohne Nummer um die gesuchte 9 handeln muss :).

Weiße Schönheit 2_07.07.2013

Jetzt guckte ich mir die Briefkästen und Klingelschilder genauer an, die sahen völlig anders aus, als der Chef vermutet hat. Ich begutachtete Material und Farbe und zeichnete auf meinem Notizblock an, wie groß die Öffnung von Briefkasten- und Klingelschild ist, so dass wir passende Schilder anfertigen können.

Zurück in der Werkstatt hinter dem Laden, fiel es dem Chef schwer sich vorzustellen, dass es genau so ist, wie ich sagte. Er fragte, ob das Klingelschild nicht vielleicht aus schwarzem Metall sei, das müsste nach seiner Vorstellung so sein, während ich relativ sicher war, dass es aus schwarzem Kunststoff war. Jedenfalls meinte er schließlich, er müsse sich das selbst ansehen.

Nun, ich bin gespannt auf das Ergebnis… 🙂

Mein Job macht mir Spaß – in der Tat! – hihi…

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