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… im neuen Job (Stempel- und Schilderherstellung samt Kundenberatung, Verkauf und alles in dem kleinen Familienbetrieb anfallende) nach 4 Jahren beruflicher Auszeit war in vieler Hinsicht angenehm.

 

Kalifornischer Goldmohn 1, 01.07.2013

Als ich heute Morgen gegen 5.30 Uhr aufwachte und die Vögel draußen ihr Konzert begannen, schloss ich das Fenster und drehte mich nochmal um. Ich träumte, dass mir die Bahn zur Arbeit weggefahren war, es gab lauter Hindernisse und als ich zur Uhr guckte, war es 9.00 Uhr. Ich dachte: Gleich am ersten Tag komme ich zu spät, das fängt ja gut an?!

Tatsächlich war ich dann trotz leicht verspäteter Abfahrt so gut wie pünktlich um 7.30 Uhr dort.

Kalifornischer Goldmohn 2, 01.07.2013

Ich wurde herzlich empfangen, mit einer Willkommenskarte und einem nicht ganz kleinen Schokoherz mit schöner Verzierung auf der Verpackung, das mir zum Znüni (gemeinsame Kaffeepause um 9.00 Uhr) übergeben wurde. Mein Vorgänger, der den Job 43 Jahre ausgeübt hat und zum Ende Juli in Rente geht, bekam eine entsprechende Abschiedskarte.

Nach der langen Mittagspause, in der ich sogar heim radeln und auf meinem Balkon entspannen konnte,

Sonnenfänger, 01.07.2013

wurde ich von einer Kollegin gefragt, ob es möglich war, meinen Kopf ein bisschen auszulüften inzwischen? Sehr einfühlsam, denn das brauchte es in der Tat.

Es gibt so viele Details zu verstehen und lernen in Verbindung mit der Bedienung der Maschinen. Heute war nur die Graviermaschine dran und schon davon schwirrte mir der Kopf. Aber es handelt sich grundsätzlich um ein schönes Handwerk, wie ich finde.

Kalifornischer Goldmohn 3, 01.07.2013

Wird schon werden. Ich hatte jedenfalls noch nie ein so positives und unterstützendes Arbeitsklima.

In diesen Tagen dachte ich: Schon seltsam… Meine Eltern haben beide einen handwerklichen Beruf erlernt und waren der Meinung, ich sollte es mal besser haben und wünschten sich einen besser bezahlten, leichter auszuübenden Beruf für mich. Die nach Mutters Vorstellungen ideale Banklehre wollte ich nicht, ich wurde dann Rechtsanwaltsgehilfin.

Kalifornischer Goldmohn 4, 01.07.2013

Jetzt mit 53 lasse ich mich nochmal in ein neues Handwerk einlernen, mein erster anderer Job nach bisher ausschließlicher Bürotätigkeit. Sieht so aus, als könnte es gut kommen. Obwohl ich nicht so viel verdiene, wie in einem reinen Bürojob, verdiene ich noch genug.

Ich hoffe, meine Fragezeichen im Kopf bezüglich der Graviermaschine lösen sich bald in Verstehen auf.

Morgen hab ich erst mal frei und freu mich aufs Ausschlafen.

Kalifornischer Goldmohn 5, 01.07.2013

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