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…, der Juni steht in den Startlöchern. Laut Meteorologen soll er den Sommer bringen, las ich dieser Tage mal auf yahoo. Ich lass mich gerne überraschen…

Den nassen kühlen Mai – an dem das ein oder andere Feuer im Kamin abends noch Trost gab – verabschiede ich gerne mit diesen Fotos…

Was die Postkarte von Zürich angeht… Am Donnerstag 30.05.2013 traf ich mich mit einer langjährigen Freundin dort.

Seit Jahren kenne ich diese Frau übers Internet und wir haben schon sehr viel Persönliches ausgetauscht und sind auf eine vertraute tiefe Ebene miteinander gelangt. Es war spannend, wie es sein würde, wenn wir uns nun das erste Mal live sehen.

Den Fotoapparat hatte ich bewusst zu Hause gelassen, er hätte unnötig Zeit und Aufmerksamkeit geschluckt, die wir statt dessen füreinander zur Verfügung hatten.

Sie reiste mit dem Bus aus Heilbronn an, während ich mit S-Bahn und Regio kam.

Vom Treffpunkt Carparkplatz am Hbf. aus begaben wir uns auf die andere Seite der Limmat und schlenderten über die Niederdorfstr. in die Altstadt hinein und ließen die Lädchen und Gassen auf uns wirken. Es war gerade Mittagszeit und die Lokale recht voll mit Berufstätigen. Wir fanden aber schließlich ein passendes italienisches Lokal in der Münstergasse, wo wir Platz hatten und uns stärken und ausruhen konnten.

Danach kamen wir zum Grossmünster, das auf dem Postkartenfoto links mit seinen zwei Türmen zu sehen ist. Da mich in Kirchen immer die vorherrschenden Energien interessieren, gingen wir rein und nahmen Platz. Eigenartig, ich empfand eine sehr unangenehme innere Unruhe, zum Davonlaufen, obgleich die evangelisch-reformierte Kirche mit seiner eher schlichten Ausstattung nichts erahnen ließ, was einen so fühlen lassen könnte. Hier war optisch nichts pompös überladen oder drückend.

Während meine Freundin in sich gekehrt war und ich ihren Blick nicht auffangen konnte, fragte ich mich, ob es etwas in mir gibt, das dieses Gefühl gerade auslösen könnte, als mein Handy klingelte. Also verließ ich so rasch wie möglich die Kirche, um das Telefonat entgegen zu nehmen. Als ich zu den Stühlen in der Kirche zurückkehren wollte, kam mir meine Freundin entgegen und wir verließen die Kirche. Als ich sie nun auf die Stimmung und Energien da drinnen ansprach, bestätigte sie meine Wahrnehmung, die draußen sofort wieder weg war. Ihr Verdacht war: Da könnte so einiges „spuken“, vor allem des Nachts, wenn keine Leute mehr da sind.

Am Bellvueplatz machten wir langsam kehrt, um uns über Utoquai und Limmatquai zurück Richtung Bahnhof zu bewegen.

Dabei kamen wir auch an der Wasserkirche vorbei, auf deren Energien ich nun als Vergleich sehr neugierig war. Auf den Stufen, hinunter in den einzigen großen Raum blickend, hielten wir inne. Im ersten Moment dachte ich: Hier ist es viel angenehmer, vor allem leicht warm geheizt. Nachdem ich eine Weile da stand, bemerkte ich aber in Herzhöhe links einen unangenehm drückenden Schmerz. Ich fragte mich wieder, wo das jetzt herkommt und guckte dann meine Freundin fragend an. Sie meinte, die Energie sei recht beengt drückend da drin, was mich wieder bestätigte und uns gerne das Freie aufsuchen ließ. Kaum draußen, war alles wieder normal.

Nun gibt es durchaus Kirchen, in denen ich eine angenehme Energie empfinde. Dazu gehört z.B. die Frauenkirche in München, die ich während einer schwierigen Lebensphase öfter während der Mittagspause aufsuchte, meine eigene Herzschwere dort hintrug und in einem kleinen Seitenraum jeweils zur inneren Stille und Mitte zurückfand und gestärkt an meinen Arbeitsplatz zurückkehren konnte. Interessant wäre, wie ich die Energie dort heute empfinden würde.

Das erste Mal hatte ich eine intensiv bedrückende Enge und Schwere vor vielen Jahren in der Wieskirche in Bayern wahrgenommen, die prächtig ausgestattet ist und als Wallfahrtskirche gilt. Ich erinnere mich sehr gut, dass ich diesen Ort sehr beschwert verließ.

Kurz vor dem Carparkplatz am Hbf. Zürich haben meine Freundin und ich zum Abschluss ein Starbucks aufgesucht, wo ich mich mit Cappuccino und amerikan. Käsekuchen stärkte, während sie einen Frappuccino genoss. In einer gepolsterten Ecke am Fenster ließen wir die gemeinsamen Stunden ausklingen, bis es Zeit war sie am Busparkplatz zu verabschieden und meinen Zug zurück zu nehmen.

Das Wetter war uns hold. Den Regenschirm mussten wir kein einziges Mal aufspannen. Teils wärmte uns sogar die Sonne ein wenig.

Auf meinem Rückweg unterwegs in Lenzburg schüttete es vom Himmel, was das Zeug hergab, aber Richtung Aarau scheinte wieder die Sonne und blieb, bis ich zu Hause ankam.

Meine Freundin stand mit ihrem Bus 1 1/2 Std. im Feierabendverkehr in Zürich, dann eine halbe Stunde bei einer besonders gründlichen Grenzkontrolle und schließlich eine 3/4 Std. während einer vom Fahrer gewünschten Pause, so dass sie statt – wie geplant – um 21 Uhr erst um 22.40 Uhr in Heilbronn zurück war. Da sie um 7 Uhr los gefahren war, hatte sie einen langen Tag gehabt und ich danke ihr für die angenehme gemeinsame Zeit :).

Auf einen sommerwarmen Juni…

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