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Für mich besteht es aus energetischen Ladungen, die ich aus unerlösten Erfahrungen anderer Leben trage.

Sie äußern sich als energetische Blockaden, körperlich, geistig oder emotional, manchmal alles miteinander.

Da es in der Natur von Ladungen liegt, nicht neutral zu sein, bewirken sie, dass ich ganz bestimmte Menschen und Situationen anziehe, mit ganz bestimmten Themen konfrontiert werde. Das ist meistens schmerzlich, jedoch aus meiner Sicht nicht dazu da, mich zu quälen, obwohl es manchmal schwer fällt, es nicht so zu sehen.

Es stößt mich immer wieder mit der Nase dorthin, wo es weh tut und weist damit auf unerlöste Themen und Zusammenhänge. Wenn ich achtsam und bewusst bin, mich darauf einlasse, können sich diese energetischen Ladungen neutralisieren. Ich glaube, dass das so ist. Ich erfahre, dass es so ist.

Manchmal erweisen sie sich als zäher, als mir lieb ist. So erfahre ich, dass es keine Abkürzung gibt. Es dauert, solange es dauert.

Die ursprüngliche Erfahrung, die die Ladung hervorgerufen hat, will gewandelt werden. Nicht immer bekomme ich Einsicht, was in jenem Leben im Detail passiert ist, aber wenn ich mich auf die Gefühle einlasse, die hochkommen, sobald die Erinnerung auftaucht, erhalte ich eine Ahnung davon. Und wenn ich es zulasse, werde ich dorthin geführt, wo Lösung und Wandlung geschieht.

Ist eins gelöst, gewandelt, folgt bei mir in der Regel eine Phase mit Gefühlen neu gewonnener Freiheit, Glück, manchmal Euphorie. Verschnaufpause.

Bis sich der innere Himmel erneut mit Gefühlswolken verdunkelt, die mich zum nächsten, darunter Liegenden, führen wollen.

Je mehr weggeht, umso leichter wird es. Es stellt sich eine gewisse Übung ein, damit umzugehen. Leicht ist es nicht. Aber es scheint leichter zu werden, je tiefer ich vordringe.

So mühsam und unangenehm dieser Prozess teils ist, so tief befriedigt er mich auch. Ich erlebe ihn als inneren Heilungsprozess. Er lässt mich u.a. verstehen warum ich erlebe, was ich erlebe.

Ein Beispiel:

Anlässlich meiner ersten Scheidung (1991 – 1993) verlor ich meine beiden damals 6- und 8-jährigen Kinder, indem mein Ex-Mann das alleinige Sorgerecht für sie erhielt, sie mir systematisch vorenthalten und gegen mich eingesetzt wurden. Das war eine wahnsinnig schmerzhafte Erfahrung. Ich fragte mich oft, warum das so geschieht?!?

Erst viel später, als die schlimmsten Jahre durchgestanden waren und ich mit meinem jetzigen Mann zusammen in diesem karmischen Bearbeitungsprozess steckte, entdeckte ich u.a. eine „davor“ liegende Erfahrung aus einem anderen Leben. Ich befand mich dort in einer äußerst verfahrenen Ehe, wo jeder nebenher eine(n) Geliebte(n) hatte und wir wie Hund und Katz aufeinander waren. Jedoch fühlten wir uns aus gesellschaftlichen Gründen außerstande, diese Ehe zu beenden. Dieses Leben fand in England statt. In dieser Ehe setzte ich die gemeinsamen Kinder im emotionalen Kampf gegeneinander ein, indem ich sie an mich band und meinem Mann entfremdete. Als ich von dem Geliebten schwanger wurde und dieses Kind nicht gebären wollte und konnte, weil damit der ganze Schein wankte, wählte ich den Tod und nahm meine Kinder mit.

In jenem Leben hatte ich meine Macht über die Kinder missbraucht. So habe ich im jetzigen Leben die andere Seite der Medaille kennen gelernt und erfahren wie es ist, wenn Kinder im Beziehungskampf gegen einen eingesetzt werden und man machtlos ist. Diese Ohnmacht führte mich zu der Erkenntnis von Khalil Gibran „Eure Kinder sind nicht eure Kinder“ und war heilsam. Auch wenn ich nicht bewusst erfahren hätte, was für ein Karma daran hing, hätte ich das gelernt, was ich in diesem Leben in Bezug auf Kinder lernen wollte.

Was ich erfahre, hat also immer mit mir zu tun. Ich bin nie einfach hilfloses Opfer. Diese Einsicht durfte ich in vielen Lebensthemen gewinnen und mit der Zeit verstehen, wie für mich alles zusammen hängt. Es ist wie ein Präzisionsuhrwerk mit einer klaren inneren Logik.

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