Schlagwörter

, , ,

Die drei am meisten aufgerufenen Katgorien meines Blogs (übers rechte Menü direkt aufrufbar) laufen sich ständig gegenseitig den Rang ab – mal ist die eine ganz oben, dann die andere, dann die dritte, das wechselt ständig.

Diese drei Kategorien sind:

– Fotos
– Bewusstsein und Spiritualität
– Persönliches von mir

Um beim letztgenannten Punkt zu bleiben: Offensichtlich geht es anderen ähnlich wie mir – mich interessieren persönliche Dinge von anderen. Was fühlen sie? Wie gehen sie mit Alltagsproblemchen um? Was denken sie? Wie meistern sie Krisen? Wie sehen sie sich selbst? usw.

Orchidee weiß pink 23.03.2012_746 KB

Tendenziell glaube ich eine Person zu sein, die relativ offen mit persönlichen Dingen umgeht. Jedoch bemerke ich in letzter Zeit immer wieder eine Hemmschwelle, gerade die Dinge anzusprechen, die mich aktuell jeweils am tiefsten berühren.

Gerade auch was das Thema Spiritualität angeht gibt es Befürchtungen, wenn ich meine Sicht aus meinem aktuellen Erleben heraus mitteilen würde – inwieweit mir andere folgen könnten und inwieweit das von mir Gesagte ernst genommen werden könnte oder ob ich in eine bestimmte Schublade gesteckt würde. Was mich dann zurück hält, bestimmte Dinge an- und auszusprechen. Was ich übrigens bei anderen ähnlich erlebe. So dass über die persönlichen Erfahrungen mit diesem Thema tendenziell wenig offen gesprochen wird. Das finde ich insofern schade, als es dann bei allgemeinen Floskeln zu dem Thema bleibt, bei theoretischen Phrasen, beim oben drüber Reden oder allgemeinen Durchhalteparolen.

Eine positive Ausnahme lieferte kürzlich Freidenkerin mit ihrem Beitrag Frühmorgens… Solche Dinge würde ich gerne mehr und öfter lesen. Praktisch erfahrene Spiritualität, frei von esoterischem Gesülze und Rechthaberei, frei von salbungsvollen Bekehrungswünschen und weltfremdem Gelaber. Und von all diesen Begriffen fühle ich mich in der Vergangenheit nicht frei und bin mir gegenwärtig auch nicht so sicher, wo ich da stehe, wie ich damit jeweils auf andere wirke.

Orchidee pink 22.01.2013_756 KB

Dann gibt es aber auch persönliche Dinge, die mich tief berühren, die ich mich scheue hier offen anzusprechen, weil…

– betroffene Personen hier mitlesen
– ich virtuelles Mitleid oder Bewertungen ohne echtes Verstehen fürchte
– ich mich zu verletzbar fühle, solange ich so nah an den Gefühlen bin
– distanzierte oder oberflächliche Kommentare mich mehr verletzen könnten,
als sie nützen

Nun gibt es immer bestimmte Gründe, warum jemand überhaupt einen Blog betreibt. Und die mag ich gar nicht negativ bewerten. Es sitzen genug kluge lebendige Personen mit Herz und Verstand davor, die sich diesem Medium aus praktischen Gründen zuwenden.

Der Wunsch sich zu zeigen oder sichtbar zu werden und das Bedürfnis nach Austausch und Kommunikation sind menschlich. Jemand kann vielleicht gut schreiben und/oder tut es einfach sehr gerne. Warum also nicht?! Aber ganz sicher ist ein Blog auch eine Möglichkeit, rasch Menschen mit ähnlichen Interessen und Denkweisen zu finden und das, obwohl diese auf verschiedene Länder verteilt sein mögen.

Orchidee hellgelb_15.01.2013_729 KB

Habt ihr Ideen oder Erfahrungen, wie man sich per Blog über persönliche Dinge austauschen kann, ohne die oben genannten unangenehmen Begleiterscheinungen? Wie handhabt ihr das für euch? Gibt es für euch eine innere Messlatte, die euch hilft die Grenze zu ziehen, was veröffentlicht wird und was zurück gehalten wird?

Advertisements