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Wenn die Abenddämmerung hereinbricht
ergeben sich Firmament und Licht
sanft dem schwarzsamtenen Schleier

versinken in stillem Zauber
werden eingesogen
sind geborgen bis zum nächsten Morgen

wo sie farbenfroh neu erstehen
aus Gottes Hand
beständig und ewig

Wenn das schwerschwarze Tuch der Nacht
sich wie eine Bleischürze
über meine Innereien legt

fragt das letzte Seelenaufleuchten angstvoll
ob es für immer sei
dass Hoffnung und Freude sterben

verzweifelt wagt es nicht zu glauben
dass es einen konservierenden Ort gäbe
wo es sicher bewahrt sei

Gott wo bist du
warum hältst du Zerstörung nicht für mich an
haucht es gepresst atmend

überlässt sich widerwillig drohendem Strudel
Finsternis und dumpfem Stampfen
der eiskalten Hand, die nach ihm greift

versteht nichts mehr
weiß keine Antworten
sämtliche Werkzeuge sind unbrauchbar geworden

© Marion, 06.01.2013

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