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Frau Blau hat angefangen, aus dem Büchlein LAO TSE, TAO TE KING einzelne Seiten zusammen mit Bildern zu veröffentlichen. An dieser Stelle danke dafür!

Heute war dies dran und es passt grad so gut für heute für mich (das, was ich anfette):

Alle unter dem Himmel können Schönes als schön wahrnehmen, nur weil es Häßliches gibt.
Alle können Gutes als gut erkennen, nur weil es Schlechtes gibt.

Daher zeigen sich Haben und Nicht-Haben gemeinsam.
Schwer und leicht ergänzen einander.
Lang und kurz widersprechen einander.
Hoch und tief ruhen aufeinander.
Stimme und Klang schwingen miteinander.
Vorn und hinten folgen einander.

Daher wandert der Weise umher, ohne zu handeln, und lehrt ohne Worte.
Die zehntausend Dinge entstehen und vergehen unaufhörlich.
Hervorbringen und doch nicht in Besitz nehmen.
Wirken und sich doch kein Verdienst anrechnen.
Das Werk tun und es dann vergessen.
So wird es von Dauer sein.

An der Philosophie des Tao spricht mich jenes an: Die absichtslose Absicht, das Tun ohne etwas zu tun usw. Was ein Parodoxon in sich zu sein scheint, aber es scheint eben nur so. Dahinter steckt Weisheit.

Auf einem sozialen Netzwerk bin ich gestern das erste Mal angeschrieben worden wegen der Angabe des Interesses „energetisches Heilen“. Ich musste erst mal nachdenken wie ich damit umgehen möchte und hab eine Antwort für heute versprochen. In mir sind verschiedene Stimmen diesbezüglich, die sich miteinander stritten.

Und da kam nun Frau Blaus obiger Text und zeigte mir die klare Form, wie es für mich stimmt:

Hervorbringen und doch nicht in Besitz nehmen.
Wirken und sich doch kein Verdienst anrechnen.
Das Werk tun und es dann vergessen.

Bleibt offen, ob es mir gelingt, so damit umzugehen. Mal sehen…

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