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Da ich nach unserem Umzug hierher fast alle Steine in die Natur zurückgegeben hatte, dachte ich, dass ich keine Steine mehr mit heimnehmen würde.

Heute war ich an der Suhremündung, die Seele auslüften und mich auftanken lassen. Die Sonne wärmte mich mit ihren milden Strahlen, hinter mir plätscherte die Suhre, vor mir floss die Aare breit und zügig vorbei. Während ich nichts mehr dachte, wanderten meine Augen über die Steine unter mir, bis mir einer ins Auge sprang, den ich in die Hand nehmen musste…

Ich hatte sofort eine ganz bestimmte Assoziation. Dieser Stein fühlte sich außerdem total gut an in der Hand, ich behielt ihn dort, drehte ihn herum, besah ihn von allen Seiten. Was für ein außergewöhnlicher Stein, für mich.

Ich dachte an den Beitrag von Klausbernd, den ich heute Vormittag gelesen hatte und fragte mich, wer oder was aus meiner Sicht darüber entscheidet, was jemand sieht oder wie er es sieht. Zehn Menschen sehen das gleiche, jeder hat andere Assoziationen dazu und interpretiert anders, aufgrund seiner Erfahrungen und Erlebnisse, aufgrund von …? Inwieweit ist der Fotograf eines Fotos daran beteiligt, was der Betrachter des Fotos sieht? Ich denke schon, dass der Fotograf durch seine Art, die Dinge zu betrachten und entsprechend einzufangen, durch die Fotos etwas vermittelt, das die Sicht des Betrachters mit beeinflusst.

Ich fragte mich auch, welche Assoziationen andere hätten, die diesen Stein sehen würden. Und ob dies meine eigene Sichtweise erweitern könnte? Verratet ihr es?

Nach einer Weile fiel mir ein zweiter Stein ins Auge, den ich ebenfalls aufhob. Er ist in etwa gleich groß wie der erste, scheint aus einem sehr identischen Material zu bestehen, nur ist seine Form glatt.

An dem hat mich das Bauchband fasziniert, das teils ein breites ist und dann auseinander fällt in zwei Einzelbänder, als wären sie locker um den Stein gehängt worden wie eine Kette.

Ich hielt beide Steine in den Händen, während meine Gedanken wanderten. Irgendwann waren beide in meinen Händen sehr warm geworden, was für mich immer ein Zeichen dafür ist, dass ich in dem Moment mit den Steinen reagiere und dass sie mir gut tun. Das ist bei ausgesprochenen Heilsteinen (Edel- und Halbedelsteine, Kristalle) genauso wie bei Kiesel- oder anderen Steinen. Aus diesem Grund kamen diese beiden Steine heute mit nach Hause.

Als ich aufbrach, merkte ich, dass die Natur mich so angefüllt hatte, dass sich vorher/nachher so beschreiben lässt…
Vorher: Jede Zelle müde vor Verletztheit, verwundbar, erschöpft, brach liegend.
Nachher: Jede Zelle wie Colognelias Perlen prall gefüllt mit vitalem Leben, wohlig, verbunden, heil, voll Spannkraft, gleichzeitig entspannt.
Ich bin immer wieder erstaunt und dankbar, wie die Natur alle Zellen umzustimmen vermag, heilt und mit Lebenskraft erfüllt.

Die beiden Steine trage ich am Körper, sie sind sehr heiß geworden.
Mal sehen, wie lange sie bleiben möchten.

Steine, Steine III, Steine IV

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