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Revolution:

… wurde das Wort auch allgemein für „Veränderung, plötzlicher Wandel, Neuerung“ gebräuchlich. Die heutige Bedeutung als „meist, jedoch nicht immer, gewaltsamer politischer Umsturz“ bildete sich erst im 18. Jahrhundert unter dem Einfluss der Französischen Revolution. Als begrifflicher Gegensatz gilt seither der Begriff der Evolution. Zitat Wikipedia

Wie manche von euch wissen, bin ich astrologisch gesehen ein Krebs (Sonne im …), der es gerne heimelig um sich hat, dem Familie und Vertrautes wichtig sind, der lieber den kleinen Kreis statt große Festivitäten um sich hat und der sich oft intensiv mit der Vergangenheit beschäftigt. Außerdem nimmt er alles um sich herum in erster Linie erfühlend wahr…

Das ist aber nur eine Seite. Nun habe ich dazu einen Widder-Ascendenten – und der, na ja der steht dafür, dass ich mich im Laufe meines Lebens mit starken Befreiungsschlägen vorwärts zu bewegen suche.

Die Kombination sieht dann so aus: Ich ziehe mich zurück in mein Nestchen und wenn es mir zuviel wird, mache ich einen Satz nach vorne, bis es mir zu heiß wird, dann schlüpfe ich zurück in mein Trautes usw. … Also irgendwie sieht das dann vielleicht aus wie ein durchs Leben springender Bock, etwas rumpelig und unharmonisch zuweilen – und so fühlt es sich auch manchmal an.

Als ich das erste Mal ganz groß ausbrach, kam ich mit meiner Feuerqualität in Kontakt und fühlte mich sehr lebendig. Ich verließ Familie und Herkunfts-Umfeld und startete neu. Während ich mit dem Gefühl von innerer Flammenkraft um das Sorgerecht für meine Kinder kämpfte, hatte ich das erste Mal ein Gefühl von Spaß am Gedanken einer Revolution. Ich sagte: Wenn ich es erst geschafft habe, meine Kinder zu bekommen, setze ich mich auf anderer (politischer?) Ebene dafür ein, dass andere in ähnlicher Situation nicht an die gleichen Barrieren stoßen müssen, indem ich mithelfe, gesellschaftliche Strukturen oder Gesetze zu verändern.

Wie ihr euch jetzt vielleicht schon denken könnt: Daraus wurde nix. Der Weg meine Kinder „zu bekommen“, sah anders aus als ich mir das gedacht hatte und brauchte einen längeren Atem. Mit Kampf und Gewalt erreichte ich eher das Gegenteil. Ich schürte Schmerz und noch mehr Kampf für alle Beteiligten. So (ver-) brauchte ich meine Energien für die eigene Geschichte und es blieb nichts für die Weltverbesserung. Was sich veränderte, geschah vor allem in mir. Ich lernte, dass Kinder vor allem sich selbst gehören und ihre eigenen Wege finden müssen, ihre eigenen Entscheidungen treffen, ihren eigenen Lebensplan haben.

Als ich unterwegs auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nachholte, interessierte ich mich immer noch nicht wahnsinnig für Geschichte, außer in dem Zusammenhang, wo es meine Ahnen betraf: Zweiter Weltkrieg. An einem entzündete sich jedoch mein inneres Feuer, wie ich mich erinnere: Die Französische Revolution! Es war, als wäre ich dabei gewesen. Die Schlagworte liberté, égalité, fraternité (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) entsprachen meinen Werten für mein Leben: So sollte es sein! Das fühlte sich an wie: Schwert rausziehen und los… Nur funktionierte das so für mich nicht.

Als ich mich heute mit Sherry auf ihrem Blog unterhielt, wurde mir bewusst, dass es auch eine Art stille Revolution gibt und dass mein Weg bisher dieser Natur war und ist. Die Ergebnisse sind für mich stellenweise durchaus revolutionär, nur lehrte mich das Leben, dass ich den Weg nach innen zu gehen hatte und die größten Veränderungen dort in die Wege zu leiten hatte.

Nach Feuerkraft fühlte sich das nicht an, eher nach immer wieder „uffz!“ und „immer noch?“, nach „wieso eigentlich?“ und „geht das nicht schneller?“. Aber alles Jammern und Lamentieren hilft nicht. Es dauert so lange es dauert und ich kann es nicht beschleunigen.

So handelt es sich wohl mehr um eine Evolution, also eine langsam voranschreitende Entwicklung, die ich durchlaufe, auch wenn ich es manchmal lieber mit dem Schwert und plötzlich hätte. Das ist eins der Dinge, die ich lernen muss(te) und denen ich mich immer wieder ergeben muss, weil ich nichts anderes kann, als genau meinen Weg zu gehen.

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