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So selbstverständlich, wie meine und viele Generationen vor meiner gelernt haben: „Von nix kommt nix“ und davon ausgegangen sowie erfahren wurde, dass man sich plagen muss, um den Lebensunterhalt zu verdienen und die anstehenden Dinge zu erledigen, ja dass der Großteil der eigenen Ressourcen in die Sicherung des Lebensunterhaltes und dem Managen der Lebensumstände gehen muss, weil es anders eben nicht geht, so schön ist zu beobachten, wie sich dieses kollektive Thema laaangsam aber doch einer Wandlung unterzieht.

Manchmal möchte man hergehen und das alles ein wenig anschieben. Aber solche Veränderungen brauchen nun mal ihre Zeit, denn sie müssen nicht nur in den Köpfen, auch in den Emotionen der Einzelnen ankommen und zugelassen werden können.

Noch ist es vermutlich die Mehrheit der Menschheit, die eher schuftet und darbt, um leben zu können.

Die neuen Impulse sehen wir z.B. bei den Piraten in Form der Haltung: Um 9 Uhr schlafe ich noch, lass uns später treffen – und alle finden: Ja, wieso nicht!

Oder in den Ideen zu einem bedingungslosen Grundeinkommen für jeden.

Oder in Form von Firmen, die anders funktionieren, wie z.B. hier beschrieben: Die Befreiung der Arbeit: Das 7-Tage-Wochenende

Oder in Form von Ideen zu alternativen Schulformen, um bereits die Kinder freiheitlicher und individueller aufwachsen zu lassen und damit eine neue Grundlage für ein anderes Lebensgefühl und Gefüge menschlicher Gesellschaft zu erschaffen (siehe auch Alternative Schulen).

Dieser Tage hatte ich ein Gespräch mit meinen erwachsenen Kindern darüber. Es kam zur Sprache, dass es – wie es scheint gerade in Deutschland – Menschen eher schwer gemacht wird, den Weg in eine selbstständige Tätigkeit, die einfach Spaß macht, zu finden. Die ganzen Rahmenbedingungen sind so angelegt, dass die Schwelle relativ hoch ist. Meine Erfahrung bei der Süddeutschen Zeitung war z.B., dass man Anzeigen, in denen eigene Dienstleistungen angeboten wurden und ersichtlich war, dass es sich um einen kleinen Anfang oder Versuchsballon handelt, sehr streng kontrollierte in Bezug darauf, dass diese nicht mit einem privaten Anzeigenpreis abgerechnet wurden, sondern mit dem mindestens drei Mal so hohen gewerblichen Preis. Wenn ich bei der Bearbeitung solcher Inserate mit dem Teamleiter Rücksprache nahm und mildernde Umstände erhoffte bzw. mit dem Inserenten Rücksprache genommen hatte und nun dem Teamleiter gegenüber zu erklären suchte, dass z.B. eine bestimmte Massageform neben der entsprechenden Ausbildung praktisch ausgeübt wird, um Übung zu bekommen, dann wurde meist (nicht immer) mit solchen Worten für den hohen Anzeigenpreis argumentiert: Die machen damit ein Schweinegeld! Die stellen das nur so dar, in Wirklichkeit machen sie die große Kohle damit!

Meine Tochter fragte, warum das wohl so gehandhabt wird? Und mein Eindruck ist, dass manchmal einfach Neid eine Rolle spielt im Sinne von: Solange ich selbst unfrei bin und schuften muss, sorge ich dafür, dass auch andere nicht einfach frei werden, das wär ja noch schöner.

Ich wünsche uns allen das sich Öffnen für neue Gedanken, Großzügigkeit, Gelassenheit und ein Fallenlassen der Grenzen in Köpfen und Herzen, damit innere Freiheit entstehen kann, aus der die äußere Freiheit erwachsen wird.

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