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Hier hatte ich mich schon mit dem Thema alternativer Schulen befasst.

Das Projekt Sudbury Schule im Raum München ist seit 2005 aktiv und plant nun eine Eröffnung in diesem Herbst.

Heute ging jedenfalls diese Pressemeldung dazu raus:

Lernen in Freiheit

Sudbury-Schule München will im September eröffnen /  Unterstützer aus Israel

Es ist eine Schule, wie es sie in ganz Bayern nicht gibt:    

Wenn am 13.September dieses Jahres im Freistaat das nächste Schuljahr beginnt, sollen die ersten 40 Jungen und Mädchen die Sudbury-Schule München besuchen, an der es weder Noten, noch Klassen, noch Lernzwang gibt. Rechtzeitig zum Stichtag 31.März haben die Schulgründer bei der Regierung von Oberbayern ihren Genehmigungsantrag abgegeben – zwei dicke Aktenordner!

Die Sudbury-Schule München gehört zu den sogenannten „demokratischen Schulen“, von denen es weltweit mehr als 200 gibt. Schon seit einiger Zeit stehen die Münchner in regem Austausch mit Schulvertretern aus zahlreichen Ländern, insbesondere aus Israel:

Seit über einem Jahr besteht eine Partnerschaft mit der Sudbury-Schule auf den Golanhöhen. Gegenseitige Besuche fanden bereits statt und erst in diesem Jahr war Menachem Goren, Gründer der israelischen Schwesterschule, in München, um die hiesigen Schulgründer zu beraten. Der Gast wunderte sich, dass es in Bayern noch keine einzige Demokratische Schule gibt – zumal es in seiner Heimat Israel inzwischen über 30 sind, die sehr erfolgreich arbeiten und Preise bekommen. „In einem konfliktreichen Land wie Israel ist das Bedürfnis nach diesen Schulen, an denen nicht zuletzt auch Toleranz und ein friedvolles Miteinander gelebt werden, besonders hoch.“ sagte der Gast zu den Münchnern.

An einer Demokratischen Schule stehen die Begeisterung der Kinder und ihre Talente im Mittelpunkt. Die Freiheit des Einzelnen wird hochgehalten, aber im gleichen Atemzug werden die Rechte der Gemeinschaft geschützt. Es ist eine Schule, in der Demokratie kein Unterrichtsfach ist, sondern täglich gelebte Praxis. Die Erfahrungen, die die Schüler hier machen, sind ein unschätzbarer Wert für sie selbst, ihr Umfeld, für zukünftige Arbeitgeber und unsere gesamte Gesellschaft, das zeigen auch die internationalen Erfahrungen!

In den letzten Jahren haben die Schulgründer eine Menge Aufbauarbeit geleistet. Sie waren auf zahlreichen bildungspolitischen Veranstaltungen vertreten, das pädagogische Konzept ist bis ins Kleinste ausgearbeitet, die Lehrer stehen fest und freuen sich auf den Schulstart. Auch die Gespräche mit der Regierung waren genau vorbereitet worden – noch einmal mit israelischer Unterstützung: der Pädagoge Yaacov Hecht, Vorreiter demokratischer Bildung und kein Unbekannter in der internationalen Bildungslandschaft, war auf Bitte der Münchner hin angereist. Vor 25 Jahren hatte Hecht in Hadera die erste demokratische Schule Israels gegründet und hat seitdem immer wieder mit Regierungen zusammenarbeitet.  Nun erzählte er in Bayern den Vertretern der Regierung und des Kultusministeriums von seinen jahrzehntelangen Erfahrungen. Laut Hecht gehen die allermeisten Absolventen demokratischer Schulen selbstbewusst, kreativ und erfolgreich ihren Weg! Im Laufe ihrer Schulzeit lernen sie, ihr Potential voll auszuschöpfen. Die Schulabgänger ergreifen später alle möglichen Berufe. Bemerkenswert ist, dass die allermeisten von sich sagen, dass sie zufriedene Menschen sind!

Yaacov Hecht betonte den innovativen Charakter der Stadt München und sprach den Wunsch aus: „Bald wird München auch noch die erste demokratische Schule Bayerns haben!“ 

Derzeit bereitet das Gründerteam mit viel Engagement, Herzblut und langen Nächten die nächsten Schritte vor. Da die Sudbury-Schule München unbedingt allen Kindern, unabhängig der finanziellen Situation ihrer Familien, offen stehen soll, und die Schulgründer sich bewusst sind, dass sie mit der ersten demokratischen Schule Bayerns ein echtes Zeichen setzen, suchen sie noch starke Partner aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, die diesen Weg mit ihnen gehen wollen.

Man darf also gespannt sein!

Weitere Informationen unter http://www.sudbury-muenchen.de oder Tel: 0176 32 95 14 59 Spendenkonto: Stadtsparkasse München, Konto: 37 10 83 70  

Ich fänds klasse, wenn das klappt. Toi, toi, toi… 🙂

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