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Bewegte Zeiten

2012 WIRD AUSSERGEWÖHNLICH, SAGT MONICA KISSLING IM JAHRESHOROSKOP DER SONNTAGS-ZEITUNG (AUSGABE VOM 25. DEZEMBER 2011). DARUM SIND MUT, OFFENHEIT UND VERTRAUEN GEFRAGT. SO LASSEN SICH DIE GROSSEN UMWÄLZUNGEN MEISTERN.

2012 bewegt die Gemüter schon seit einiger Zeit: Es wird als besonderes Jahr betrachtet, als Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit. Zahlreiche Beiträge sind erschienen, die sich auf den Maya-Kalender beziehen, der angeblich im Dezember 2012 zu Ende gehen soll – dabei beginnt lediglich eine neue Zählung. Auch der Weltuntergangsfilm «2012» von Roland Emmerich hat Ängste geschürt. Was sagt die Astrologie dazu? Die astrologischen Zyklen deuten ebenfalls auf eine aussergewöhnliche Zeit. Die Phase mit markanten Konstellationen umfasst jedoch eine grössere Zeitspanne, nämlich die Jahre 2008 bis 2015. So wird sich beispielsweise die kritische Konstellation von Uranus und Pluto im Zeitraum 2012 bis 2015 insgesamt siebenmal ereignen. Astrologen erwarten in diesem Zusammenhang machtvolle globale Umwälzungen und damit einhergehend soziale Unruhen. Bisher stabile Systeme werden instabil und können zusammenbrechen.

Die kommende Zeit birgt also deutlich erhöhte Gefahren, eröffnet gleichzeitig aber auch enorme Möglichkeiten – vorausgesetzt, die nötigen Reformen werden eingeleitet. Wenn wir auf die jüngere Vergangenheit zurückblicken, finden wir die Konstellation, die der heutigen am ähnlichsten ist, im Zeitraum 1930 bis 1932, also der Grossen Depression. Eine weitere Konstellation, die Parallelen zur heutigen Zeit aufweist, ereignete sich zwischen 1965 bis 1968: Damals kämpfte in den USA die Bürgerrechtsbewegung für mehr Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung. In Europa lehnte sich die Studentenbewegung gegen das Establishment auf. Im aktuell kritischen Zeitfenster kam es 2008 zur Bankenkrise, und seit 2011 beschäftigen uns die dramatisch steigenden Staatsschulden, die Krise im Euroraum, aber auch die Revolutionen in den arabischen Ländern.

Bewusstseinswandel
Grosse Umwälzungen werden leider oft im apokalyptischen Kontext beschrieben, wobei die Angst in solchen Zeiten kein guter Ratgeber ist. Zwar geht der aktuelle Wandlungsprozess mit einer drohenden globalen Wirtschaftskrise, mit politischen Spannungen und mit zunehmenden Umweltproblemen einher. Diese führen jedoch nicht zum Weltuntergang, sondern zu einem Wandel des Bewusstseins. So werden sich unser Weltbild und unsere Wertvorstellungen in den kommenden Jahren wohl grundlegend verändern.

Eine neue Ära
Wie können wir den Wandel mitgestalten, der sich in den Konstellationen spiegelt? Wenn sich bisher stabile Strukturen auflösen, ist Eigenverantwortung
 gefragt. Der Einzelne wird in Zukunft viel stärker auf sich selbst gestellt sein: Er wird mehr Verantwortung, aber auch mehr Gestaltungsmöglichkeiten haben.
 Das haben jüngst die Revolutionen in den arabischen Ländern gezeigt. Auch bei uns, wo sich die Anzeichen der Krise nicht so drastisch manifestieren, sind die
 Menschen gefordert, ein neues Bewusstsein – ein politisches Bewusstsein – zu entwickeln. So empfahl der deutsche Kulturwissenschaftler Harald Welzerunlängst in seinen «zehn Thesen zur Rettung der Welt», dass man nicht mehr jeden Blödsinn mitmachen soll. Er ruft dazu auf, kritische Fragen zu stellen, mit Freunden zu diskutieren, Interessensgemeinschaften zu bilden sowie eine Kultur der Achtsamkeit zu entwickeln. Es genüge völlig, mit dem eigenen Leben, mit seinen Lieben und mit der Umwelt verantwortungsvoll umzugehen – dies aber bitte sofort.

Rückschläge
Nachhaltige Veränderungen werden 2012 jedoch nicht so schnell möglich sein, wie es vielleicht nötig wäre, denn es gibt Hindernisse auf dem Weg. Umso wichtiger ist es, dass wir unseren Zielen treu bleiben. Im ersten Halbjahr ist aufgrund zahlreicher Planeten-Rückläufigkeiten mit Rückschlägen in verschiedenen Bereichen zu rechnen. Die zweite Jahreshälfte ist einiges dynamischer, und im letzten Quartal sind schliesslich verbindlichere und tragfähigere Lösungen möglich.

Energien einteilen
Im persönlichen Leben stellt sich im ersten Halbjahr die Frage, wie wir mit unseren Energien haushalten. Vielleicht sind wir nicht nur körperlich erschöpft, sondern auch geistig. In diesem Fall sind wir gefordert, einen neuen Lebenssinn zu finden und neue Ziele zu definieren, für die wir uns engagieren wollen. Vielleicht müssen wir auch den Mut haben, überhöhte Ansprüche von anderen oder von uns selbst zu enttäuschen. Die Frage lautet: Was möchte und kann ich der Gesellschaft geben?

Weniger ist mehr
Sparen ist nicht nur in der Politik und Wirtschaft das Top-Thema, sondern auch astrologisch das Gebot der Stunde. Alle Zeichen weisen darauf hin, dass in der Zukunft nicht mehr so viele Mittel zur Verfügung stehen werden. Also gilt es, ein neues Wertbewusstsein zu entwickeln. Unser Ziel sollte nicht sein, immer mehr zu besitzen. In Zukunft liegt der Wert der Dinge in der Qualität, nicht in der Quantität. Es geht um die Reduktion aufs Wesentliche. Nutzen wir das Jahr 2012, um die Prioritäten neu zu setzen, und finden wir heraus, worauf wir verzichten wollen und können.

Mit Unsicherheit leben
In unsicheren Zeiten wie diesen herrschen oft Ratlosigkeit oder gar Chaos. Qualitäten, die uns jetzt weiterhelfen, sind Offenheit, Vertrauen und Mut. Wenn politische und wirtschaftliche Systeme nicht mehr optimal funktionieren,
brauchen wir innere Kraft und Rückhalt in einem verlässlichen Beziehungsnetz. Dass wir in Zukunft weniger Sicherheit in der Aussenwelt finden, ist schwierig, 
gleichzeitig aber eine Chance, mehr nach innen zu hören. Vergessen wir auch nicht, dass Unsicherheit ein guter Nährboden für Kreativität ist! So kann in der Zukunft viel Konstruktives entstehen, weil sich die Menschen vermehrt spirituell orientieren und beginnen, sich gemeinsam für sinnvolle Projekte zu engagieren.

Den Text hab ich dieser Seite entnommen, wo ihr auch die Jahreshoroskope zu den einzelnen Tierkreiszeichen findet: Madame Etoile

Wieder einmal: Danke an Monica Kissling für ihre ausgewogenen Texte zu den jeweils aktuellen Sternenkonstellationen.

Siehe auch Astrologische Jahresprognose 2012

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