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Innerer Friede und unendliche Müdigkeit geben sich zur Zeit bei mir die Klinke in die Hand. Ersteres überwiegt zum Glück. Letzteres stellt sich ein, wenn scheinbar alte Dramen vor der Tür stehen und die Befürchtung in mir hochkriecht, es könnte noch einmal „los gehen“, was so lange bis zum Erbrechen gespielt wurde und doch nicht anders möglich war. Meist ist diese unendliche Müdigkeit relativ rasch wieder geklärt und verflogen.

Das Pendel, das in der Regel zwischen positiv und negativ empfundenen Gefühlszuständen bis zu den Extremen hin und her pendelte, scheint immer langsamer zu schwingen und es lässt mich teilweise erahnen wie es sein könnte, wenn es ganz steht. Stundenweise, tageweise scheint das der Fall zu sein. Dann fließe ich in Stille durch die Tage und entspanne mich, schlafe aber noch sehr viel, als müsste die ganze Erschöpfung des Aufs und Abs eines halben Lebens ausgeschlafen werden.

Während ich beobachte was da mit mir geschieht, beobachte ich auch plötzliche spontane Entscheidungen, wie ich z.B. etwas lange Gepflegtes plötzlich weglege oder eine lange aufrecht erhaltene Sicht auf einmal in mir zerbröselt und die Sicht auf das Dahinter freigibt.

Emotionales in Resonanz gehen wird weniger, Dramen gehen in Neutralität auf. Ich bin dankbar und manchmal noch recht müde, meist mir selbst genug. Das ist der Hintergrund, warum ich zur Zeit so still bin. Es ist wahrlich eine „staade Zeit“.

Die ich Euch allen auch wünsche, von ganzem Herzen…

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