Schlagwörter

Wir haben uns heute Sommer in Orange, die neue Komödie von Kultregisseur Marcus H. Rosenmüller (“Wer früher stirbt ist länger tot”) und den Machern von “Almanya – Willkommen in Deutschland” (die wir beide auch gesehen und genossen haben) angesehen.

Ein schräger Film mit viel Humor, der mich mit manchen Szenen auch nachdenklich machte, wie z.B., dass im Kommunenleben auf dem Bauernhof für das Mädchen Lilly häufig niemand wirklich Raum und Zeit hatte. Manchmal war uns nicht unbedingt zum Lachen zumute, obwohl die jeweilige Szene als solches gedacht war. Manchmal nah an der eigenen Schmerzgrenze, wie z.B. die Szene, wo eine Teilnehmerin vom „Guru“ an ihren eigenen Schmerz der nicht empfangenen Liebe von ihrer Mutter herangeführt werden sollte, indem sie von der ganzen Gruppe blöd und lieblos angemacht und nahezu beschimpft sowie angerempelt wurde, bis sie „zusammen brach“. Etwas ähnliches habe ich bei einem Heilkreis-Abend erlebt (auch wenn es dort rasch abgebrochen und nicht so weit getrieben wurde) und daher machte mich die Szene doch betroffen.

Nun, ihn anzuschauen empfinde ich auf jeden Fall lohnenswert, weil er ganz sicher zum Lachen bringt und durch die starke Überzeichnung die Gelegenheit zur Selbstreflektion für jene gegeben ist, die sich in entsprechendem Umfeld aufhalten, aufgehalten haben oder aufzuhalten gedenken 🙂

Ein insgesamt gelungener Film.

Advertisements