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Manche nutzen einen spirituellen Namen, aus den unterschiedlichsten Gründen… Manchmal wird er als Ursprungsname, Seelenname etc. bezeichnet. An dieser Stelle möchte ich meine persönliche Erfahrung damit erzählen.

Ich hatte längere Zeit meine Mühe und innere Vorbehalte gegen die Praktik, neben dem Geburtsvornamen einen spirituellen Namen zu nutzen. Für mich hatte das einen Touch von unangebrachter Eitelkeit, wie wenn sich jemand zu auffallenden oder zu viel Schmuck umhängt. Als ich im Frühjahr 2009 dabei war meine erste Website zu entwerfen, dachte ich: Jetzt wäre es eigentlich angebracht, mir so einen spirituellen Namen hinzuzufügen. Jetzt wollte ich mich damit schmücken und hatte gehört, dass man diesen über die Kryon-Schule channeln lassen kann und war bereit mir das für 40 Euro zu gönnen. Als der Brief kam, war ich natürlich sehr gespannt und neugierig. Er enthielt die Info, mein Ursprungsname sei Nora, meine kosmischen Eltern (Erschaffer) seien Merlin und Myriel. Nora…, das gab so gar keine Resonanz in meinem Innern, warum nur? Ich war verwirrt. Trug den Namen auf der Website ein, löschte ihn wieder… Mein innerer Kampf endete damit, dass ich den Brief zerriss und beschloss, den Namen, der mir nicht zu entsprechen schien, nicht zu verwenden.

Ende 2009 lernte ich Ingrid Inaara Rosenmaier kennen und besuchte eine ihrer gechannelten Meditationen während der Neuner-Messe. Ich war von dem, was in dem Raum wahrnehmbar war, so tief berührt, noch bevor sie begonnen hatte, dass mir die Tränen übers Gesicht liefen. Im Dez. besuchte ich ihren Tagesworkshop und beschloss danach, die von ihr angebotenen Angel-Therapy Reisen mitzumachen. Sie war die erste Person, die ich im Gespräch mit anderen ganz selbstverständlich stets Inaara nannte, obwohl die meisten sie mit Ingrid ansprechen.

Auf der Angel-Therapy Reise nach Korfu um Pfingsten 2010 lernte ich eine Frau kennen, die sich mir mit einem Namen vorstellte, den ich nicht für den von ihren Eltern gegebenen Namen halten konnte und sie deswegen vermutlich etwas fragend ansah. Sie erklärte mir daraufhin, es handle sich um ihren ……namen (ich weiß den genannten Ausdruck nicht mehr) und es helfe ihr, diesen zu verwenden. Sie täte es dort, wo es möglich und passend ist, wie innerhalb dieses Seminars. Damit konnte ich umgehen und wollte dem nicht im Wege stehen, wenn es ihr hilft, diesen Namen zu verwenden.

Nach der Korfu-Reise kam mir irgendwann der Gedanke des spirituellen Namens erneut und beschäftigte mich. Mir fiel ein, als eine Freundin vor vielen Jahren zu channeln begonnen hatte, hatte sie mir meinen “drüberen” Namen genannt, Ichtani. Dann fiel mir ein, dass ich während einer Selbsteinweihung 2009 einen anderen Namen erhalten hatte, Widja. Dieser Wahrnehmung hatte ich aber wenig getraut und den Namen daher beiseite gelegt. Meine Eltern haben mich Marion genannt und die Kryon-Schule meinte, Nora sei mein Ursprungsname. Was sollte ich damit anfangen, was stimmte nun?

Ich schrieb alle vier Namen jeweils auf eigene Zettel und fühlte blind hinein. Widja fühlte sich als einziger phantastisch und passend an. Die Wahrnehmung war so deutlich und klar, dass ich beschloss, diesen Namen zu tragen. Er machte mich glücklich, tief im Herzen. Darum nannte ich ihn Herzensname. Das war sehr stimmig für mich.

Ich kommunizierte diesen Namen nach außen und verwendete ihn auf unserer Website. Nun begegneten mir Menschen, die ihre Mühe damit hatten, so wie ich früher auch, aber damit konnte ich umgehen, indem ich jeden bat, mich doch einfach so zu nennen, wie es ihm jeweils spontan einfällt, ob es nun Marion oder Widja sei, das würde mir nichts nehmen. Für mich stimmte es so und ich praktizierte es seither so.

Als mich Simone in ihrem Blog fragte, wie ich genannt werden möchte (ich hatte wie manchmal einen Kommentar abgegeben), weil ihr dazu unterschiedliche Impulse kämen, erzählte ich dort u.a. die Geschichte, dass eine meiner Freundinnen ständig Mühe hatte mich mit Namen anzusprechen, seit ich mich Widja nannte. Sie vermied es und verhaspelte sich manchmal. Bis sie eines Tages bei uns anrief und Iwan am Telefon war. Er fragte, ob sie mich sprechen wolle und hielt dabei einen Moment inne, unsicher mit welchem Namen er mich bezeichnen sollte. Diese Freundin musste daraufhin herzlich lachen. Sie merkte, dass es nicht nur ihr so ging, das war sehr entspannend. Seitdem nannte sie mich wieder Marion, wie es für sie am besten passte. Iwan erzählte mir nach dem Telefonat, dass sich Widja für ihn zwar stimmiger anhöre als Marion, er jedoch das Gefühl hätte, ich sei es noch nicht. Das fand ich eine interessante Wahrnehmung. Simone hatte die Anregung parat, die Sache mit den spirituellen Namen könne etwas zu tun haben mit zu integrierenden Aspekten und dass die Verwendung solcher Namen deswegen manchmal als hilfreich empfunden werde.

Ich beobachtete die Sache weiter und stellte um diese Zeit herum fest, dass mir nach vielen stimmigen Monaten mit Widja nun manchmal Widja Marion oder Marion Widja näher stand, als einfach Widja. Ich war bereit, diesen Namen wieder los zu lassen, sollte es so kommen, dass ich ihn irgendwann nicht mehr verwenden mag.

Tatsächlich wurde die Verwendung von Widja immer weniger, bis ich vergangenen Montag plötzlich in mir spürte: Ich heiße Marion und dort ist alles enthalten was ich bin. Ich benötige keinen Zusatznamen mehr, der ohnehin manchmal zu Verwirrung führt. Ich werde Widja weg legen. Hier im Blog und auf der Website zog wieder Marion als einziger Vorname ein und so passt es im Moment. Widja schwingt und klingt in mir durchaus noch, ich habe aber nicht mehr das Bedürfnis, mich anderen gegenüber so zu nennen.

Ich hab keine Ahnung, wie das weiter geht und ob ich nochmal irgendwann einen zusätzlichen Namen erhalte, den ich dann in einem bestimmten Rahmen verwenden möchte. Das wird sich zeigen. Im Moment danke ich allen, die offen waren für die Verwendung eines spirituellen Namens und: Ihr dürft mich auch künftig Widja nennen, wenn Euch das näher liegt. Horcht einfach in Euer Herz…

ICH BIN, unabhängig davon, wie Du mich bezeichnest. DU BIST, unabhängig davon, welche(n) Vornamen Du verwendest. Im Moment so, im nächsten vielleicht wieder neu. Wir verändern uns stetig und so lasst uns mitschwingen mit den jeweiligen Seins-Zuständen, wie sie gerade kommen.

Ergänzung 11.06.2013: Das Bedürfnis, einen spirituellen Namen zu tragen, kam nie mehr zurück.

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