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Was geschieht mit mir? Seit Beginn des Jahres ist ein Prozess im Gang, der sich so anfühlt…

Ich verliere Schicht um Schicht, wie eine Zwiebel, der man 7 Häute nachsagt. Ich scheine noch viel mehr “Häute” zu haben, angesammelt in Inkarnation um Inkarnation. Sie werden nach und nach abgetragen. So verliere ich mich und finde mich neu, löse auf oder ab und erscheine neu, tauche ab und tauche auf.

Wenn eine Schicht gelöst ist, finde ich mich mit neuem Lebensgefühl, freier, kompletter, stabiler wieder. Erstrahle im neuen Kleide, um dann erneut so etwas wie Verdunkelung zu erfahren, in Form von Schmerzen, unangenehmen Gefühlen, Ängsten, tiefer Verunsicherung… Anfangs hat sich das angefühlt wie Rückschritt, zurück geworfen auf den Zustand von vorher. Inzwischen weiß ich: Die nächste Schicht zeigt sich, von der ich nicht wusste, dass sie existiert, begraben unter anderen Schichten. Sie will gesehen werden, für einen Moment auferstehen, auch wenn ich sie nicht erklären kann, nicht weiß woher sie genau kommt, womit sie genau zusammen hängt. Aber ich schaue hin, nehme wahr, suche meine Worte und meine Wahrheit dazu, nehme an, gehe durch.

Verkürzt, vereinfacht gesagt, kommt dann die Loslösung durch eine (mehrere) energetische Heilbehandlung(en) und wenn sich gesetzt und neu sortiert hat, drehe ich mich im neuen Kleid

schwinge meine bunten Bänder wie ein Tellerrock beim Drehen im Tanz, stelle die Federn oder Flügel freudig auf und erlebe neuerdings eine ungestüme Glückseligkeit aus den Tiefen meiner Seele herauf.

Dabei werde ich jünger – sagt mein Spiegelbild. Und mein Mann 🙂 . Unter den Schichten komme ich manchmal müde hervor, manchmal wie aus dem Ei gepellt.

Gestern traf ich einen alten Schulkollegen, der als Erwachsener mit mir zusammen das Abitur nachgeholt hat. Er schien etwas vernebelt aber lustig drauf und ich stellte mir im Geist die Frage, wie ich antworte, wenn er wissen möchte wie es mir geht und was ich tue. Wie könnte ich das, was ich erlebe, auf die Schnelle erklären? Und prompt kam die Frage: “Und? Was machst du so?” Ich hörte mich antworten: “Ich lass es mir gut gehen”, worauf er mit auf und ab wippendem Kopf wieherte: “Ja, das ist gut”. Mehr brauchte nicht gesagt zu werden.

Beides ist neuerdings gleichzeitig, das Leiden, die Schmerzen sowie das Gefühl der Frische, des Glücks. Ich werde die, auf die ich gewartet habe. Die sich um mich kümmert, für mich sorgt, für mich eintritt.

Ursprünglich am 16. Sept. 2010 auf blog.1001shambalaya.de veröffentlicht – mit folgenden Kommentaren:

(am 5. Aug. 2011 hierher importiert)

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